Zwischen Gemälden, Musical-Proben und Künstler­verträgen

Seit mehr als zehn Jahren bietet die Bayer AG ein Volontariatsprogramm in der Unternehmenskommunikation an. Zu Beginn dieses Programms lernen alle Volontäre die unterschiedlichen Kommunikationsabteilungen im Unternehmen kennen. Auch die Kulturabteilung gehört dazu und ist meine zweite Station im sogenannten dreimonatigen „Rundlauf“. Was ich hier erlebt habe? Kommt mit auf eine Stippvisite ins Erholungshaus!

Das Musikreferat: Von Kammermusik bis hin zu Jazz-Konzerten

Meine erste Station war das Musikreferat, meine Betreuerin Musikexpertin Carolin Sturm. In einer Spielzeit finden im Erholungshaus rund 50 Konzerte statt: Egal ob klassische Violin- und Klavierkonzerte, stimmungsvolle Jazz-Sessions oder Chorabende – jeder Musikbegeisterte wird bedient. Neben der kreativen Auswahl und Suche von Künstlern, beherrscht ein weiteres Thema die Arbeit im Musikressort: die liebe Bürokratie. Das Vertragsmanagement ist ein wichtiger Aspekt. Mit den engagierten Musikern müssen Verträge geschlossen und Organisatorisches geklärt werden. Welche Bühnentechnik wird benötigt? Wie viele Orchestermitglieder müssen Platz auf der Bühne finden? Fragen, die die Vertragsgestaltung bestimmen. Neben dem „Tagesgeschäft“ hatte ich die Chance, die Proben für das Young Stage Musical „1904“ mitzuerleben. Unter der Leitung von Musiker Arthur Horváth studieren etwa 80 Leverkusener Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft, Schulform und Alters gemeinsam ein Musical ein, das Ende September Premiere im Erholungshaus feiert. Neben Tänzern, Sängern und Schauspielern wurden auch Jugendliche gecastet, die sich um das Catering, die Technik oder PR-Maßnahmen für das Musical kümmern.

Ein Tag in der Bayer Artothek – Kunstberatung fürs Büro

Kunst ist ein weiterer, wichtiger Bestandteil des Angebots von Bayer Kultur. Andrea Peters leitet das Referat, betreut laufende Ausstellungen im Erholungshaus und ist Ansprechpartnerin sowie „Herrin der Artothek“. Diese beherbergt die unternehmenseigene Kunstsammlung, die allen Mitarbeitern offen steht. Sie können sich einmal im Monat beraten lassen und Bilder für das eigene Büro oder Konferenzräume ausleihen. Auch während meiner Zeit bei Bayer Kultur durfte ich einen Tag in der Artothek verbringen - neben der Beratung von Mitarbeitern, stand das Katalogisieren und Verpacken von Kunstwerken auf dem Plan. Die Idee, Bildende Kunst mit der täglichen Arbeitswelt zu verknüpfen, stammt übrigens von Carl Duisberg – dem ersten Generaldirektor des Unternehmens. Bereits 1912 eröffnete er die erste Kunstausstellung im Werk Leverkusen.

Das 1x1 der Kulturkommunikation

Alle Veranstaltungen der Kulturabteilung müssen beworben werden. Dies passiert auf den unterschiedlichsten Kanälen: Ob klassisch durch das jährlich erscheinende Spielzeit-Magazin, und den Termin-Leporello oder digital auf der Website von Bayer Kultur sowie über diverse Social Media-Angebote – das PR- und Marketingteam, bestehend aus Kerstin Heber und Volontärin Caren Seegers, hat immer gut zu tun. Hier wird stets crossmedial gedacht und gearbeitet. Auf dem Instagram-Kanal @erholungshaus übernehmen regelmäßig gastierende Künstler die Regie und berichten über ihre Erfahrungen im Erholungshaus. Meine Empfehlung: Folgen lohnt sich

Ich danke allen Kollegen des Bayer Kultur-Teams für eine sehr schöne Zeit und interessante Einblicke in die Kulturarbeit eines Großunternehmens!

Liebe Jana, auch wir haben uns sehr gefreut, Dich im Erholungshaus begrüßen zu dürfen!


Foto: (c) Bayer Kultur