Programm

TANZ

„Die Verbundenheit mit dem zeitgenössischen Tanz ist absolut einzigartig.“

Tanz-Referentin Bettina Welzel über Talentförderung, Programmhighlights und die lange Tanz-Tradition von Bayer Kultur.

Bettina Welzel

Bettina Welzel | Referat TANZ

Im Rahmen der neu geschaffenen stARTacademy wird Bayer Kultur mit dem Bundesjugendballett (BJB) kooperieren. Wie kam es dazu?
Seit den Anfängen der Bayer Kulturabteilung war Tanz immer fester Bestandteil des Programms und das Erholungshaus ein Ort für exzellente Gastspiele aus dem In- und Ausland. Dies zeichnet – wie ich finde – unser Haus aus. Und auch heute finden wir es wichtig, den Tanz zu fördern. Tanzausbildung und Nachwuchsförderung spielen hierbei eine wichtige Rolle. In der Zusammenarbeit zwischen Leverkusen und Hamburg gibt es ebenfalls eine gewisse Tradition: In den 1970er und 1980er Jahren war das Hamburg Ballett oft bei uns zu Gast, daher haben wir auch die Gründung des Bundesjugendballetts, die 2011 auf Initiative von John Neumeier erfolgte, mit wachen Augen und offenen Ohren verfolgt.

Was genau macht das BJB aus?
Seine Mitglieder sind zwischen 17 und 22 Jahre alt und haben ihre Ausbildung bereits abgeschlossen. Sie haben viel gelernt, müssen sich jetzt aber erst einmal außerhalb der Ballettschule zurechtfinden. Im BJB bekommen die jungen Leute Gelegenheit, sich zwei Jahre lang zu professionalisieren, Selbstsicherheit zu gewinnen und Bühnenerfahrungen zu sammeln, bevor sie sich bei einer Company bewerben. In dieser Zeit treten sie an vielen unterschiedlichen, auch ungewöhnlichen Orten auf, lernen verschiedene Choreographen und künstlerische Handschriften kennen und müssen sich auch immer wieder als Gruppe neu zusammenfinden, weil pro Jahr 50 Prozent der Tänzer das BJB verlassen und durch neue Kräfte ersetzt werden. Wir finden, das ist ein Ansatz, der absolut förderungswürdig ist.

Profitieren auch Bayer Kultur und das Publikum davon?
Wir bekommen die Möglichkeit, länger und intensiver mit einer Gruppe zu arbeiten, als es für ein Veranstaltungshaus üblich ist, und unser Publikum kann die Tänzer, Choreographen und ihre Arbeitsweisen über einen größeren Zeitraum hinweg kennenlernen. So wird das BJB in Herbst 2016 vier Tage am Stück in Leverkusen vor Ort sein. Am letzten Tag präsentiert es ein abendfüllendes Programm, an den drei Tagen zuvor wird es proben und trainieren. Nach Anmeldung kann man dann dabei zuschauen, wie Tänzer arbeiten und Stücke einstudieren. Vielleicht wird es auch die Gelegenheit eines Gesprächs geben. Wir sind noch dabei, gemeinsam mit dem BJB Ideen zu entwickeln.

Ein Wiedersehen wird es in der neuen Spielzeit mit dem Bayerischen Staatsballett II geben, auch das eine Gruppe von jungen Tänzerinnen und Tänzern.
Ja, und ein Programmpunkt steht schon fest: Bilder einer Ausstellung, allerdings nicht nach der Mussorgsky-Fassung – mit dieser Idee haben sich ja noch viele andere Komponisten beschäftigt und sich dabei von unterschiedlichsten Künstlern inspirieren lassen, darunter Picasso, Lichtenstein und Beuys. Das wird eine Mischung aus Tanz, Musik, Kunst, Interpretation – kleine Stücke, die sich zu einem Ganzen formieren und den jungen Tänzern erlauben, ihr gesamtes Können zu zeigen. Ivan Liška, der Direktor des Bayerischen Staatsballetts, wird dazu eine kurze Einführung geben, sodass das Publikum dem Geschehen leicht folgen kann.

Bayer Kultur bietet also erneut ein ambitioniertes Tanzprogramm.
Und trotzdem wissen immer noch zu wenige Leute, wie lange Tanz in Leverkusen schon fester Bestandteil des Spielplans ist. Die ersten Gastspiele hat es bereits in den 1930er Jahren vor dem Krieg gegeben. Maurice Béjart ist hier aufgetreten, bevor er in Brüssel Karriere machte, Pina Bausch war als Folkwang-Schülerin bei uns auf der Bühne. Diese Verbundenheit mit dem zeitgenössischen Tanz ist absolut einzigartig.

Tanz

Freitag, 31. März 2017

Matthäus-Passion-2727


Eine Choreographie von Tamir Ginz für die Kamea Dance Copmany, inspiriert durch die Matthäus-Passion (BWV 244) von Johann Sebastian Bach. Bachs Matthäus-Passion ist die bedeutendste Vertonung der biblischen Leidensgeschichte Christi in der abendländischen Musik- und Kulturgeschichte. Sie ist ein Kulturschatz völkerverbindender Dimension.


19:30 Uhr, Erholungshaus, Großer Saal

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