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Foto: Jean Baptiste Millot

Steven Isserlis

Musik

Johann Sebastian Bach: Suiten für Violoncello solo Nr. 1 G-Dur BWV 1007, Nr. 5 c-Moll BWV 1011 und Nr. 6 D-Dur BWV 1012
György Kurtág: In memoriam Ferenc Wilhelm und Pilinszky János: Gérard de Nerval aus Signs, Games and Messages, Az Hit aus Die Sprüche des Péter Bornemisza op. 7

Steven Isserlis, Violoncello

Preise: 26 Euro | 20 Euro

Zum 90. Geburtstag seines guten Freundes György Kurtág hat der Cellist Steven Isserlis Anfang 2016 erstmals Werke dieses weithin geschätzten ungarischen Komponisten mit Stücken von Johann Sebastian Bach kombiniert. Es sei „eine perfekte Kombination“ gewesen, hieß es in einer Kritik des Guardian. Das leuchtet ein, ist doch Kurtág ein höchst eigenständiger Bach-Bearbeiter, der sagt, er sei eigentlich Atheist, müsse dies aber zurücknehmen, sobald er sich mit Bach beschäftige. Im Wechsel mit kurzen Kurtág-Stücken erkundet der für seine Interpretation der Bachschen Cellosuiten vielfach preisgekrönte Steven Isserlis in seinem Konzert für Bayer Kultur drei der sechs Werke, die man als den „Mount Everest für Cellisten“ bezeichnet hat. Der britische Pianist mit russischen Vorfahren zählt zu den Besten seiner Zunft und wird auch als Buchautor (mit humorvollen Komponistenbiographien für junge Leser), Pädagoge und Moderator geschätzt. Sein Londoner Konzert mit Bach und Kurtág sei „nachdenklich, persönlich und tief menschlich“ gewesen, schrieb ein Rezensent. Einem Interviewer gestand der chronisch lampenfiebrige Isserlis einmal, dass solchen Konzerten ein ganz bestimmter Tagesablauf vorausgehe: ein ausgiebiges Mittagessen, ein Nickerchen, Kaffee und – eine Beatles-Platte. Das sei gewissermaßen abergläubisch, sagt der Musiker, aber „ich habe einen russischen Vater und bin mit Aberglauben aufgewachsen“.


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