Spielzeit 2016/2017

Auf zu neuen Ufern

Aus stART wird die stARTacademy. Seit nunmehr acht Jahren gibt es bei Bayer Kultur das stART-Programm, ursprünglich ein Förderprogramm für hochtalentierte (Nachwuchs-)Musiker. Doch wir haben in den vergangenen Spielzeiten bereits in allen Sparten zahlreiche Künstler unterstützt.

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Foto: Silvano Ballone

In der Musik waren dies zum Beispiel Alexander Krichel (Klavier), Valentin Radutiu (Violoncello), Olivia Trummer (Jazz) oder das Signum Quartett  (Kammermusik), im Theaterbereich die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch  und in der Bildenden Kunst (in der Reihe Kunsthochschulen zu Gast) unter anderem die Hochschule für Kunst und Design Halle, die Kunstakademie Düsseldorf oder – wie zuletzt – die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Von der Saison 16/17 an werden wir das Programm neu ausrichten und auf eine breitere Basis stellen, da es neben der Einzelförderung Projektideen gibt, die dem originären stART-Gedanken mehr Gewicht einräumen. Was das bedeutet? Nun, neben den bekannten Fördermaßnahmen werden wir der Idee
der „Kulturpatenschaft“ mehr Raum geben. Die finanzielle Unterstützung mag eine wichtige Säule sein, um – insbesondere junge – Künstler auf ihrem Weg nach oben zu begleiten. Aber ebenso wichtig ist die mentale und persönliche Begleitung der Künstler. Dabei kann es sich um Gespräche handeln, die wertvolle Impulse setzen, aber auch um die Mithilfe bei der Suche nach einem neuen Management. Darüber hinaus stehen weniger Einzelauftritte der Künstler als vielmehr gemeinschaftliche und nachhaltige Veranstaltungen im Vordergrund. Ziel ist es, mittelfristig ein Künstler-Netzwerk zu schaffen, das jeder einzelne für sich nutzen kann.

Um die Änderung auch im Namen sichtbar zu machen, sprechen wir daher zukünftig von der stARTacademy. Zurückgehend auf die Lehrstätte Platons bei Athen (griechisch: Akademeia, benannt nach dem attischen Helden Akademos) symbolisiert der Begriff der Akademie auch für uns eine Art „Gesellschaft für wissenschaftliche und künstlerische Forschung“. Die Entscheidung für den Anglizismus „academy“ ist bewusst getroffen worden, da wir mit nationalen, aber eben auch vielen internationalen Künstlern zusammenarbeiten, uns austauschen und gemeinsam den kulturellen Horizont erweitern möchten.

Womit wir bei unserem ersten neuen Partner angekommen wären. Wir freuen uns sehr, Ihnen an dieser Stelle das Bundesjugendballett als unsere künftige „compagnie in residence“ vorstellen zu dürfen. Einigen von Ihnen ist die Compagnie, die 2011 von keinem geringeren als John Neumeier gegründet worden ist, bereits ein Begriff, war sie doch bereits in der Spielzeit 14/15 im Leverkusener Erholungshaus zu Gast. Die Leidenschaft, mit der die jungen Tänzer am Werk sind, hat uns begeistert und darin bestätigt, der Compagnie eine Partnerschaft anzubieten. Und wir schätzen uns glücklich, dass John Neumeier als Intendant und Kevin Haigen als künstlerischer Leiter unseren Vorschlag angenommen haben. In der Spielzeit 16/17 wird das Bundesjugendballett am 5. November 2016 im Erholungshaus zu erleben sein. Das Programm steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, da das Prinzip des Balletts unter anderem darin besteht, alle zwei Jahre neue Tänzer aufzunehmen. Die Audition, also der Auswahlwettbewerb, war zum Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen, sodass wir Sie über unsere Website und den Blog über die weitere Zusammenarbeit und das neue Team auf dem Laufenden halten werden.

Mit dem Pre-College Cologne arbeiten wir seit 2009 zusammen. Wir bieten den jungen Künstlern dieser Institution, die seit dem Wintersemester 2005/06 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln angesiedelt ist und sich als Ausbildungszentrum für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren versteht, die Möglichkeit, die Vernissagen unserer Kunstausstellungen musikalisch zu umrahmen. Mit der anstehenden Spielzeit heben wir diese Zusammenarbeit auf eine neue Ebene und unterstützen das Pre-College Cologne auch finanziell, indem wir im Sommer 2016 eine Konzertreise nach Österreich und Italien ermöglichen.

Gemeinsam forschen, erarbeiten und kreieren werden wir auch weiterhin mit unseren „klassischen“ stART-Künstlern. Die Förderung von Tamar Beraia und Tobias Feldmann geht in ein weiteres Jahr. Nachdem die beiden uns bereits in der vergangenen Spielzeit mit herausragenden und bei Publikum und Presse gleichermaßen beachteten Konzerten erfreut haben, kehren sie 16/17 mit nicht minder faszinierenden Projekten ins Erholungshaus zurück. Tamar Beraia widmet sich Ende 2016 – in Leverkusen gemeinsam mit ihrer Schwester, in Wuppertal als Solistin – den Werken von Mozart, Ravel, Rachmaninow und Liszt (Leverkusen) bzw. Schumann und Mussorgski (Wuppertal). Tobias Feldmann gastiert im April 2017 im Erholungshaus und holt sich für diesen Auftritt Verstärkung hinzu: Gemeinsam mit der Bratschistin Lise Berthaud und dem Violoncellisten Julian Steckel lässt er die Musik von Beethoven, Françaix und Mozart aufleben.

Wenn Sie sich schon immer gewünscht haben, mehr von unseren stART-Künstlern zu erleben, dann merken Sie sich schon einmal das Wochenende vom 24. bis 25. Juni 2017 vor! An diesem laden wir
nämlich ein zu einem „Klassentreffen“. Ehemalige und aktuelle stART-Künstler treffen aufeinander und verwandeln das Erholungshaus in einen Ort der musikalischen Begegnung. Mit dabei: Olivia Trummer (Vocals), Tobias Feldmann (Violine), Valentin Radutiu (Violoncello), Hardy Rittner (Klavier), Benjamin Schaefer (Klavier), Alexander Krichel (Klavier), Tamar Beraia (Klavier) sowie das Signum Quartett. Das Treffen von früheren und gegenwärtigen stART-Künstlern mündet – natürlich – in mehrere Konzerte: Es gibt ein Programm mit leichter Klassik „after shopping“, einen Kammermusikabend mit größer dimensionierten Werken und eine lockere Jazz-Session am Vormittag. Lassen Sie sich überraschen und davon überzeugen, dass ein Förderprogramm wie die stARTacademy bemerkenswerte Karrieren anstoßen und sehr sympathische, experimentierfreudige Menschen unterstützenkann!

Last but not least bleibt natürlich auch die mehr als bewährte Reihe der Kunsthochschulen zu Gast in unserem Programm enthalten: Für 2017 haben wir die Klasse von Mischa Kuball von der Hochschule für Kunst und Medien Köln (KHM) eingeladen. Unter dem Titel Die Welt ist ein Theater – die Stadt ist ihre Bühne präsentieren Studierende des Diplomstudienganges „Mediale Künste“ der KHM ab dem 15. Januar 2017 ihre Studien- und Abschlussarbeiten. Die Ausstellung wird kuratiert von Julia Ritterskamp.

Zu unserer stARTacademy gehören folgende Künstler und Veranstaltungen:


- Tamar Beraia
- Tobias Feldmann
- Bundesjugendballett
- Hochschule für Kunst und Medien Köln
- Pre-College Cologne
- Rendezvous der stART-Künstler
- Ein Leben für die Bühne: stART-Künstler stellen sich vor
- Signum Quartett: Öffentliche Generalprobe

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