Spielzeit 2017/2018

Eine Idee geht neue Wege

Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat 2012 eine Studie von Johanna Sänger, Viktor Müller und Ulman Lindenberger veröffentlicht, die hirnübergreifende Aktivitäten beim gemeinsamen Musizieren nachweist: Wenn Gitarristen im Duett musizieren, synchronisiere sich die Aktivität ihrer Gehirnwellen.

Tobias Feldmann © Kaupo Kikkas Zoom image
Tobias Feldmann © Kaupo Kikkas

„Wenn Menschen Handlungen miteinander koordinieren, entstehen kleine Netzwerke innerhalb des Gehirns und bemerkenswerterweise auch zwischen den Gehirnen, besonders dann, wenn die gegenseitige Abstimmung wichtig ist, zum Beispiel beim gemeinsamen Spielbeginn", so Johanna Sänger.

Wie es um die Gehirnwellen unserer stART-Künstler bestellt ist, wenn diese sich zusammenfinden, um gemeinsam etwas Neues zu erarbeiten, können wir nicht sagen. Wir wissen aber, dass unsere Idee der stARTacademy erste Früchte trägt. Sowohl, was das gemeinsame Musizieren als auch das Finden neuer Formationen anbelangt. So kamen im September 2016 zum Beispiel erstmals Tobias Feldmann (Violine), Valentin Radutiu (Violoncello) und Hardy Rittner (Klavier) zusammen, um in Wuppertal unter der Leitung der zwar noch jungen, aber bereits renommierten Dirigentin Joana Mallwitz und mit dem Sinfonieorchester Wuppertal in der dortigen Historischen Stadthalle zu konzertieren. Zusammengebracht worden sind die drei Musiker für dieses Konzert von Bayer Kultur. Eine Idee, die sich für alle drei Musiker als Initialzündung für weitere Projekte herausstellen sollte: Sie haben sich bis dato nicht gekannt, treffen sich seitdem aber immer mal wieder zum musikalischen Austausch. Ein wichtiger Aspekt der stARTacademy, denn genau so ist der Ansatz gedacht: Bayer Kultur führt ehemalige und aktuelle stART-Künstler zusammen, schafft ein Netzwerk verschiedenster Musiker, die sich durch diese Plattform finden, austauschen und gemeinsam neue Projekte umsetzen können.

Ein weiterer Gedanke der stARTacademy ist, Solokünstler an Orchester zu vermitteln (so geschehen mit Tobias Feldmann, der im Mai 2018 gemeinsam mit dem Residentie Orkest Den Haag auftreten wird – Seite 8) oder CD-Aufnahmen inklusive sich anschließendem Release im Erholungshaus zu realisieren. Letzteres hat in der Spielzeit 2016/17 gleich zweimal stattgefunden: Anfang Februar durften wir den Pianisten, ECHO Klassik-Preisträger und ehemaligen stART-Künstler Alexander Krichel zu seinem Release der CD MIROIRS (erschienen bei Sony Classical) begrüßen. Zehn Tage später stellte Tobias Feldmann gemeinsam mit Boris Kusnezow sein neues Album Polychrome (erschienen bei Alpha Records) vor.

Dass unser Konzept aufgeht, zeigen auch die nachfolgenden Künstlerzitate:

„Das stART-Programm hat uns ein Forum für Projekte gegeben, die wir in dieser Art ohne Unterstützung von Bayer Kultur nicht hätten durchführen können und die unsere Arbeit nachhaltig geprägt haben.“ Signum Quartett

„Während der Zeit als stART-Künstler konnte ich mein persönliches Profil […] stark ausbauen. […] Darüber hinaus sind persönliche Kontakte und Freundschaften entstanden, die mir viel bedeuten.“
Hardy Rittner

„Zwischen dem Bayer Kultur-Team und mir hat sich […] ein ausgesprochen freundschaftliches Vertrauensverhältnis entwickelt, das mir auch über schwierige Karrieresituationen […] hinweggeholfen hat.“ Olivia Trummer

„Bayer hat mir ein musikalisches Zuhause gegeben, ich fühle mich immer wieder wohl und bin glücklich, wenn ich nach Leverkusen komme.“ Alexander Krichel

„Als junger Musiker ist man […] auf eine nachhaltige Förderung angewiesen, die nicht nur punktuell ist, sondern sich auf einen längeren Zeitraum und mehrere Ebenen erstreckt. In dieser Qualität ist stART beispielhaft […].“ Valentin Radutiu

„Die großzügige Ausstattung der Förderung und das erfreulich geringe Maß an bürokratischem Aufwand sorgten dafür, dass wir in aller Ruhe unseren musikalischen Plänen nachgehen […] konnten. Diese Arbeitsbedingungen haben Musiker der freien Szene höchst selten; entsprechend dankbar sind wir dafür.“ Benjamin Schaefer

„Die stARTacademy ist für uns ein Zuhause geworden, außerhalb unseres Arbeitsortes Hamburg. Ein Ort, an dem wir nicht nur unsere Arbeit präsentieren, sondern uns vor allem fokussieren, konzentrieren, uns ausprobieren können.“ Bundesjugendballett

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