zoom
Abb.: Oskar Schlemmer, Lackkabinett

Vernissage: „So viel Bauhaus hier“ – Bauhäusler im Westen

Kunst

Vernissage:
SO / 14. APR 2019 / 11.00 UHR
Eintritt frei
Erholungshaus / Foyers

Musikalische Umrahmung: Pre-College Cologne

Ausstellungszeitraum:
SO / 14. APR BIS SO / 30. JUN 2019

Öffnungszeiten:
SA/SO/FEIERTAGS, 11.00-17.00 UHR

Öffentliche Führungen (kostenfrei):
Jeden 1., 3. und 5. Sonntag, 11.15 Uhr
Anmeldung und Information unter 0214 30.41283/-41284 oder bayerkultur@derticketservice.de

2019 findet das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses statt. Aus diesem Anlass wird in vielen Ausstellungen deutschlandweit und international diese legendäre Hochschule für Gestaltung vorgestellt und beleuchtet.

Das Bauhaus bestand nur 14 Jahre, aber seine Innovationen und Ideen wirken bis heute in Architektur, Design und Kunstpädagogik international fort. 1919 in Weimar von Walter Gropius gegründet, zog es 1925 unter politischem Druck nach Dessau. 1931 wurde unter der Leitung von Mies van der Rohe in Berlin ein letzter Versuch unternommen bis zur Schließung 1933 unter dem Druck der Nationalsozialisten.

Viele der Bauhausmeister und Studierenden sind nach 1933 emigriert, wobei sich einige der wichtigsten Gestalter und Architekten in Chicago wiederfanden. Weniger bekannt ist, dass von 1939-1945 auch in Nordrhein-Westfalen eine große Anzahl von Studierenden und Lehrenden des Bauhauses Arbeits- und Lebensmöglichkeiten fanden.

Schon Anfang der 1930er-Jahre waren mit Paul Klee (1931-1933 Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie) und Johannes Itten (1932-38 Direktor der Textilfachschule Krefeld) zwei Bauhausmeister der ersten Stunde in den Westen berufen worden. Beide emigrierten jedoch nach ihrer Entlassung durch die Nationalsozialisten in ihr Geburtsland Schweiz. Georg Muche, der Itten 1938 in Krefeld nachfolgte, baute dort während des Krieges eine kleine „Bauhaus-Enklave“ auf, da die hiesige Textilindustrie und die Ausbildungsstätten den Gestaltern Wirkungsmöglichkeiten boten.

In Wuppertal dagegen ist der Vermittlung des Architekten Heinz Rasch zu danken, dass sich ab 1937 in der Lackfabrik des Dr. Kurt Herberts & Co. ein hochkarätig besetzter Arbeitskreis traf. Mit den aus ihren Lehrämtern entlassenen Professoren Oskar Schlemmer und Willi Baumeister sowie dem Architekten und Künstler Fritz Krause, der auf dem Stuttgarter Weißenhof Bauleiter war, wurden Auftragswerke vereinbart, die das wirtschaftliche Überleben der als „entartet“ kaltgestellten Künstler sicherten. Im eigens eingerichteten „Maltechnikum“ widmeten sich die Künstler der historischen Untersuchung und der künstlerischen Anwendungsmöglichkeiten von Lack, wobei die erhaltenen Ergebnisse der Versuchsreihen bis heute Gültigkeit haben und Elemente des „Informel“ vorwegnehmen.

Mit den Krefelder Kollegen und auch mit dem ehemaligen Bauhausmeister und Bildhauer Gerhard Marcks, der später nach Köln übersiedelte, war man im persönlichen Austausch, sodass Schlemmer nach einem Treffen an seine Frau schrieb: „So viel Bauhaus hier und alles brauchbare Leute“.


Kartenbüro Bayer Kultur


Tel:
+49 214 30-41283,
+49 214 30-41284
Fax:
+49 214 30-41285
E-Mail:
bayerkultur@
derticketservice.de

Öffnungszeiten des Kartenbüros


Mo bis Fr 11:00 – 14:00 Uhr
sowie jeweils eine Stunde
vor Vorstellungsbeginn