Ernst Wilhelm Nay

Rot im Zentrum

Ernst Wilhelm Nay, Rot im ZentrumZoom image
Ernst Wilhelm Nay (1902–1968)
Rot im Zentrum (1955)
Öl auf Leinwand, 100 x 160 cm Erworben von Bayer 1980
(c) Elisabeth Nay-Scheibler, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Ernst Wilhelm Nays Werk ist vielseitig und lässt sich keiner großen Kunstströmung zuordnen. Der aus Berlin stammende Maler hat wesentlich dazu beigetragen, die moderne Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland zu etablieren.

Nay absolvierte 1928 die Malereiklasse der Berliner Hochschule für Bildende Künste. Er war Meisterschüler des Expressionisten Karl Hofer. Der Einfluss seines Lehrers auf die frühen Bilder Nays ist deutlich erkennbar. Er malte überwiegend gegenständlich, bisweilen surreal. Bei Sommeraufenthalten an der Ostsee in Pommern entstand etwa der Zyklus Dünen- und Fischerbilder.

Die Nationalsozialisten ächteten Nays Arbeiten – 1937 zeigten sie zwei seiner Gemälde in der Ausstellung Entartete Kunst. Im selben Jahr reiste Nay auf die Lofoten, finanziell unterstützt durch den norwegischen Maler Edward Munch. Auf den Inseln schuf Nay zahlreiche Aquarelle und später, im Berliner Atelier, die Lofoten-Bilder, ein erster Höhepunkt seines Werks. Im Zweiten Weltkrieg musste Nay der Wehrmacht beitreten, unter anderem diente er als Kartenzeichner.

Nach Kriegsende begann für den Künstler eine neue Schaffensphase, unter anderem mit den Fugalen Bildern und den Rhythmischen Bildern. Charakteristisch für seinen Stil wurden das abstrakte Farbenspiel und die rhythmische Komposition der Bildelemente. Rot im Zentrum zählt zur Serie der Scheibenbilder, die Nay in den 1950er-Jahren schuf. Das Gegenständliche verschwand fast völlig aus seinem Werk, tauchte allenfalls als Ornament auf – beispielsweise in den Augenbildern aus den 1960er-Jahren.

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