Kunst bei Bayer

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Seit mehr als 100 Jahren engagiert sich Bayer für die Bildende Kunst. Das Unternehmen besitzt heute einen umfassenden Besitz an Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Den Grundstein für die Kunstsammlung Bayer legte Dr. Carl Duisberg, der erste Generaldirektor des Unternehmens. Bildende Kunst mit der Arbeitswelt zu verbinden, war ihm ein besonderes Anliegen. 1912 ließ er bereits für die Ausstattung von Arbeits- und Aufenthaltsräumen im Werk Leverkusen eine Sammlung „farbiger Steinzeichnungen“ anfertigen. Die Idee Kunst am Arbeitsplatz war geboren!

Breites Spektrum aus dem 20. Jahrhundert

Heute besitzt das Unternehmen insgesamt 5.500 Arbeiten, von denen 2000 Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen renommierter Künstler des 20. Jahrhunderts zur Sammlung Bayer zählen: Arbeiten international anerkannter Maler und Bildhauer wie Max Beckmann, Emil Nolde, Ernst-Wilhelm Nay, Ernst Barlach, Henry Moore, Pablo Picasso und Gerhard Richter sind ebenso Teil der Sammlung wie Werke, die im Auftrag des Unternehmens entstanden oder unternehmenshistorisch bedeutsam sind. Ein Schwerpunkt ist die Klassische Moderne mit herausragenden Blättern der deutschen Expressionisten und der École de Paris, darüber hinaus sind die Künstler des deutschen Informel vertreten sowie wichtige Positionen der 1970er Jahre. Außerdem vergab Bayer in den späten 70er und 80er Jahren Arbeitsstipendien an Künstler, die mit Bayer-Werkstoffen arbeiteten und förderte ein „artist in residence“-Programm. Aus den 1980er- und 1990er-Jahren besitzt das Unternehmen Arbeiten renommierter deutscher Maler, beispielsweise von Martin Kippenberger, Albert Oehlen oder Gerhard Richter. Betreut wird der Kunstbesitz von Bayer Kultur (Referat Kunst, Andrea Peters). Ziel ist es, die Sammlung mit Neuankäufen sinnvoll zu ergänzen und den Bestand mit Arbeiten junger Künstler zu erweitern.

Aus der Sammlung ins Büro

Bei Bayer ist die Bildende Kunst fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Seinen Kunstbesitz stellt der Konzern bewusst in den Dienst seiner Mitarbeiter und setzt auf die unbefangene Begegnung von Mensch und Kunst innerhalb der Arbeitswelt. Während die Sammlung Bayer in den repräsentativen Räumlichkeiten der Konzernzentrale platziert und sichtbar ist, stehen weitere Werke des Kunstbesitzes in der „Bayer-Artothek“ allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Ausstattung Ihrer Büros und Konferenzräume zur Verfügung. Neben der Ausleihe besteht in der Artothek auch die Möglichkeit, sich über die Künstler und ihre Werke zu informieren. Das Angebot „Bayer-Artothek“ wird von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt. Das Prinzip „Kunst am Arbeitsplatz“ wird erlebbar gemacht und erreicht eine große Anzahl von Betrachtern: die Mitarbeiter, Kunden und Besucher der Bayer AG – Menschen verschiedenster Interessen und Kulturen. Anders als in Ausstellungen mit Bildender Kunst kommt hier die Kunst zum Betrachter, schärft die Wahrnehmung und prägt in positiver Weise die Atmosphäre am Arbeitsplatz.