Programm

FILM

Bauhaus – Mythos der Moderne

Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 von Walter Gropius gegründet. Diese Kunstschule war revolutionär: In den Bereichen Architektur, Kunst und Design setzte sie in der Folgezeit bis zur Zwangsauflösung 1933 neue Maßstäbe. Bis heute gilt das Bauhaus als wichtiger Impuls für die Avantgarde und Klassische Moderne in Kunst und Architektur. Das Bauhaus begründete den „Mythos der Moderne“. Einzigartige filmische Zeitdokumente aus den 1920er Jahren er-zählen von der Euphorie, die damals die Bewegung begleitete. Demgegenüber stehen aktuel-le Dokumentationen, in denen Bewohner von Bauhaus-Häusern über ihr Leben in „Baudenk-mälern“ berichten. Filme von Künstlern wie Käthe Kollwitz, Max Beckmann u.a., die vom Bauhaus beeinflusst waren, werden das Programm ergänzen.

The Black Cat - Die schwarze Katze

Haus Tugendhat
Deutschland 2013; Regie: Dieter Reifarth; frei ab 0 Jahren; 117 Min - Die Villa Tugendhat von Mies van der Rohe von 1929/30 gilt als Ikone der modernen Architektur. Ein Dokumentar lm zeichnet nun seine Geschichte nach und die einer jüdischen Familie: Familie Tugendhat, die ersten Bewohner. Vor dem Hintergrund der politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts erzählt der Film von den persönlichen Erfahrungen der Bewohner und Nutzer des einzigarti-gen Hauses.

The Black Cat - Die schwarze Katze
USA 1934; Regie: Edgar G. Ulmer mit Boris Karloff, Béla Lugosi, 65 Min - Ein junges Paar gerät in die Fänge zweier unheimlicher, faszinierender Männer. Atemberaubende, vom Bauhaus beeinflusste Filmkulissen, aber auch dem Stil der Neuen Sachlichkeit verbunden, die die Handlung um okkulte Machenschaften noch ungeheurer erscheinen lässt.

Bauhaus – Modell und Mythos
Deutschland 1998 • Regie: Dr. Kerstin Stutterheim und Niels Bolbrinker; frei ab 0 Jahren; 117 Min - Die Wiege der modernen Architektur und des „industrial design“ stand bis 1933 in Wei-mar, Dessau und Berlin. Doch der Begriff „Bauhaus“ steht nicht nur für das Gebäude, er steht auch für das künstlerische Schaffen bedeutender Künstler wie Wassily Kandinsky, Paul Klee oder Oskar Schlemmer, „Bauhaus“ bedeutet einen radikalen gestalterischen Neuanfang nach 1918 und geht der Frage nach der Stellung von Kunst und Architektur in der Gesellschaft nach.

Away from all Suns – Konstruktivismus in Moskau
Deutschland 2016; Regie: Isa Willinger, 75 Min - Sachlichkeit und funktionale Ästhetik, Ge-bäude gefüllt mit Radikalität und Hoffnung, das waren die Ideen des sozialistischen Woh-nungsbaus der jungen 20er Jahren in Russland. Dynamisch, funktional, kollektivistisch und experimentierfreudig zeigen sich heute die wenigen noch erhaltenen Architekturen. „Die kurze Zeit der Hoffnung wird bewusst aus dem Gedächtnis gewischt.“ Wie gestaltet sich das Leben hinter den verfallenen und vergessenen, ehemals avantgardistischen Gemäuern heutzutage? Verkörpern der Konstruktivismus und der Futurismus längst vergessene und ungewollte Zei-ten, so ist nun ein Kampf der Bewohner, der Künstler, der Architekten für den Erhalt, die Wertschätzung, gegen den Verfall und das Vergessen ausgebrochen.

Käthe Kollwitz - Bilder eines Lebens
DDR 1986/1987; Regie: Ralf Kirsten mit Jutta Wachowiak, Fred Düren; 96 Min- DEFA-Porträt der Künstlerin Käthe Kollwitz (1867-1945), die stets den sozialen Bewegungen nahe stand. Über eine Aneinanderreihung von Lebensstationen hinaus will der Film ihrem künstleri-schen Impuls nachspüren und ihn in Beziehung zu den politischen Ereignissen des 20. Jahr-hunderts setzen. Kollwitz wächst in Königsberg auf und studiert in Berlin, wo sie im damaligen Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg lebt. Sie fertigt Grafiken und Plastiken und unterrichtet an der Berliner Künstlerinnenschule. Im Ersten Weltkrieg verliert sie ihren Sohn und wird zur radika-len Pazifistin. 1932 unterzeichnet sie einen Appell gegen die Nationalsozialisten und wird nach der Machtübernahme aus der Akademie der Künste ausgeschlossen. Sie stirbt kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges.

Max Beckmann – Departure
Deutschland 2013; Regie: Michael Trabitzsch; 97 Min – Der Film über den berühmten Maler Max Beckmann, den vor allem der Wahnsinn des Krieges maßgeblich bei der Schaffung sei-ner Meisterwerke beeinflusste. Seine zahlreichen Selbstporträts sind oft Ausdruck von star-ken menschlichen Gefühlen wie Eitelkeit, Zerknirschung, Lebenshunger und Todesangst. Oft ist er seiner Zeit voraus gewesen, wie beispielsweise mit dem Werk "Abschied", in dem er die schweren Bedrohungen durch den Nationalsozialismus aufzeigt. Trabitzsch nähert sich die-sem besonderen Künstler mittels bewegter Bilder, die teilweise auch an Originalschauplätzen entstanden sind. Zudem wurden Beckmanns private Tagebücher und Briefe genutzt, um ein umfassendes Porträt zu erschaffen.

Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus

Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus
D 2018; Regie: Nils Bolbrinker, Thomas Tielsch mit Torsten Blume, Rosan Bosch; 90 Min - Vor beinahe hundert Jahren wurde eine radikale künstlerische Utopie in die Stadt Weimar hineingeboren: Das Bauhaus. Ihr Stil prägt unsere Lebenswelt bis heute. Vor dem Hintergrund des 100. Bauhaus-Jubiläums veranschaulicht der Film die Kunst- und Zeitgeschichtlichen Hintergründe. Die Architekten und Künstler des Bauhaus, darunter Walter Gropius, Wassily Kandinsky oder Paul Klee fragten sich: Wie lassen sich Räume so gestalten, dass alle Menschen gemeinsam am Leben teilhaben? Mit dem Bauhaus wurden Kunst, Gestaltung und Architektur politisch. Es entstand eine Raumkunst, die sich ebenso wenig zu schade war, über den Abstand zwischen Badewanne und Toilette nachzudenken wie über den idealen Stuhl. Der Film führt uns vom legendären Bauhausgebäude in Dessau zu visionären Wohnprojekten in lateinamerikanischen Favelas, von den Kursen der Bauhaus-Meister Kandinsky, Klee und Schlemmer zu skandinavischen Schulen ohne Klassenräume, von der Berliner Gropius-Stadt zur Vision einer autofreien Metropolis. Eine Kulturgeschichte des modernen Raumdenkens: Der Film lädt ein, sich zwischen den Räumen der Moderne zu bewegen und Gestalten fortan mit völlig anderen Augen zu sehen.

George Grosz in Amerika - Schön ist’s im Labyrinth
Deutschland 1992; Regie: Norbert Bunge, Christine Fischer-Defoy mit Anne Hamburger, George Wyland, 97 Min - George Grosz, geboren am 26. Juli in Berlin, bissiger Zeichner und Maler des ‚Gesichts der herrschenden Klasse‘, enfant terrible der 1920er Jahre, angeklagt wegen Pornographie und Gotteslästerung, war einer der populärsten bildenden Künstler der Weimarer Republik. Kaum bekannt ist, dass Grosz die Hälfte seines künstlerisch produktiven Lebens in den USA verbrachte, bevor er 1959 nach Berlin zurückkehrte. Wie kaum ein ande-rer bildender Künstler hat Grosz auch ein schriftstellerisches Werk hinterlassen, das in Ge-dichten und Briefen seine eigene Situation zur Sprache bringt: Sein widersprüchlicher Weg vom engagierten kommunistischen Künstler der 1920er Jahre zum Zweifler an jeglicher ‚Weltverbesserungs-Ideologie‘ und an der Wirkung von Kunst überhaupt kommt darin ebenso zum Ausdruck wie seine Abrechnung mit den einstigen politischen Freunden. Angesichts der weltpolitischen Veränderungen der letzten Jahre gewinnen die Texte von George Grosz er-neut an Aktualität.

Paul Klee – Die Tunisreise
Schweiz 2007; Regie: Bruno Moll; /6 Min - Die Tunisreise ist eine Reise in den Orient, verbin-det zwei Künstler, die der je anderen Welt mit offenen und wachen Sinnen begegnen. Bruno Moll reist nach Tunis, Karthago, Sidi Bou Said, Hammamet und Kairouan. Der Blick ist ge-prägt von Regisseur Nacer Khemir, der als Weltenreisender Vermittlung zwischen Orient und Okzident herstellt. Wir tauchen ein in Paul Klees Bild- und Gestaltungselemente, erfahren über seine Reise den Blick auf Tunesien aus einer Zeit, als das Land kein touristisches Ziel war. Nacer Khemir begleitet den Zuschauer zu den Stätten, die Tunesien prägt und von de-nen Klee viele aufgenommen hat. Die Verbindung zwischen dem europäischen und dem maghrebinischen Blick lässt uns in die arabische Welt eintauchen. „Kunst gibt nicht das Sicht-bare wieder, sondern macht sichtbar“, war ein Credo des Malers, Zeichners und Grafikers Paul Klee. Die gemeinsame Tunisreise mit August Macke 1914 wurde dabei in der Kunst zum Wendepunkt zu einer neuen Farbgebung und reduzierten Formen.

M – Eine Stadt sucht einen Mörder
D 1931; Regie: Fritz Lang mit Peter Lorre, Gustaf Gründgens; 117 Min - Fritz Langs Krimi-klassiker mit Peter Lorre als psychopathischem Kindermörder, der mit seinen Verbrechen eine Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Die Unterwelt fühlt sich durch die ständigen Polizeikontrollen gestört und bläst selbst zur Jagd auf den Mörder. Auf dem Dachboden eines Bürogebäudes spüren die Häscher ihn auf und stellen ihn vor ein Tribunal. In letzter Sekunde kann die Polizei die Lynchjustiz verhindern.

Entartete Kunst im Film

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Januar 1933 endet die freie Entfal-tung künstlerischer Kräfte im deutschen Film. Unter der Ägide von Propagandaminister Joseph Goebbels, der sich zum ’Schirmherrn des deutschen Films’ ernennt, wird im Juli 1933 die Reichsfilmkammer gegründet, der alle Filmschaffenden angehören müssen. Davon aus-geschlossen sind gemäß der NS-Rassenideologie jüdische Filmschaffende. Dadurch ver-stärkt sich die seit dem Reichstagsbrand im Februar herrschende Emigrationswelle: Fritz Lang, Erich Pommer, Billy Wilder, Peter Lorre und viele andere verlassen das Land.

Ein neues Lichtspielgesetz unterwirft ab 1934 die gesamte deutsche Filmindustrie staatlicher Kontrolle: Von der Stoffauswahl über die Produktion bis zum Verleih. 1937 folgt die Verstaatlichung der Filmindustrie. Produziert werden vor allem Unterhaltungsfilme, aber auch Literatur-verfilmungen und geschichtliche Portraits heroischer Persönlichkeiten. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs soll das Kino die Bevölkerung von Not, Leid sowie Verbrechen ablenken und sie bei Laune halten. Doch auch die vermeintlich unpolitischen Spielfilme, weisen teils eine latente Neigung zur Verbreitung nationalsozialistischer Ideologien auf und müssen daher im Kontext dieser Zeit gesehen werden.

Besondere Bestimmungen gelten für die Propagandafilme, die 1945 von den Alliierten als Verbotsfilme klassifiziert werden. Dazu zählen unter anderem Filme wie JUD SÜSS (1940), KOLBERG (1945), HITLERJUNGE QUEX (1933), ICH KLAGE AN (1941) und OHM KRÜ-GER (1941), die eine deutlich rassistische, antisemitische, volksverhetzende und/oder kriegsverherrlichende Botschaft beinhalten. Seit 1966 befinden sich die ehemaligen Verbotsfilme im Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Die heute sogenannten Vorbehaltsfilme sind nicht für den allgemeinen Vertrieb freigegeben und dürfen lediglich mit Einführung und Dis-kussion aufgeführt werden. (Quelle: Murnau – Stiftung)

Große Freiheit Nr. 7

Venus vor Gericht
D 1941 Regie: Hans Zerlett mit Paul Dahlke, Hansi Knotek; 87 Min - Der Bildhauer Peter Brake, ein früher Anhänger des Nationalsozialismus, ist ein Gegner der modernen Kunst, die er für entartet hält. Um ein Zeichen zu setzen, schafft er eine Venus-Statue im Stil der griechischen Antike und vergräbt sie im Wald. Als sie im Jahr 1930 ausgegraben wird, hält man sie für eine zweitausend Jahre alte, antike Statue. Peter erklärt vor Gericht, dass er der Schöpfer der Statue sei, aber man glaubt ihm nicht und will ihn des Meineids überführen. Die Einzige, die die Wahrheit bezeugen könnte, ist die junge Frau, die Peter für die Figur Modell gestanden hat. Doch da diese inzwischen mit einem Bürgermeister verheiratet ist, will Peter ihr keine Schwierigkeiten bereiten und schweigt. Erst als sie von dem Prozess erfährt, macht sie eine Aussage. Dieser Film ist ein Vorbehaltsfilm.

Große Freiheit Nr. 7
D 1943/44; Regie: Helmut Käutner mit Hans Albers, Ilse Werner; 112 Min - Der ehemalige Seemann Hannes ist Alleinunterhalter im "Hippodrom" in Hamburg auf der "Großen Freiheit", das seiner Geliebten Anita gehört. Kurz nach der Wiedersehensfeier mit drei alten Bekannten, muss Hannes ins Krankenhaus. Dort bittet ihn sein Bruder auf dem Sterbebett, sich um ein Mädchen zu kümmern, das er verführt hat. Hannes fährt nach Süddeutschland, sucht Gisa und fährt mit ihr zurück. Dort zieht sie zunächst bei Hannes ein. Er mag sie gern und möchte für sie beide eine Existenz aufbauen. Doch in der Nacht, in der Hannes sich mit ihr verloben will, kommt sie nicht nach Hause: Sie hat sich für den jungen Werftarbeiter Willem entschie-den. Als Hannes das erfährt, trennt er sich auch von Anita und fährt mit seinen Freunden wie-der zur See. Dieser Film ist ein Vorbehaltsfilm.

Ein Frühling für Hitler – The Producers
USA 1986; Regie. Mel Brooks mit Zero Mostel, Gene Wilder; 88 Min; frei ab 12 Jahren -
Max Bialystock ist ein erfolgloser Musical-Produzent vom Broadway. Seine besten Tage sind schon lange vorüber, wenn es denn solche überhaupt einmal gegeben hat. Doch sein Buchhalter Leo Bloom hat eine waghalsige Idee, wie sie mit einem Schlag an eine Menge Geld kommen und dafür nur einen vorprogrammierten Flop produzieren müssen, denn so können sie die investitions-Gelder einstreichen. Ein solcher offensichtlicher Rohrkrepierer ist auch schnell in dem Stück „Hitler im Frühling“ des egozentrischen Franz Liebkinds gefunden. Sie sind sich sicher, dass niemand ein Broadway-Stück über Adolf Hitler sehen will. Doch weit gefehlt. Das Musical entwickelt sich dummerweise zu einem richtigen Kassenschlager und nun stehen Max und Leo vor riesigen Schwierigkeiten…

Filmplakat von „Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“

Monuments Men – Ungewöhnliche Helden
USA 2014; Regie: Georges Clooney mit Matt Damon, Bill Murray; 118 Min; frei ab 12 Jahren - Als der Zweite Weltkrieg sich dem Ende zuneigt und Nazideutschland an allen Fronten im-mer weiter zurückgedrängt wird, erlässt Hitler den Befehl, dass keine Kunstwerke für den Feind zurückgelassen werden sollen. Alles, was nicht mitzunehmen ist, soll vernichtet werden. Genau diese Zerstörung wertvoller, historischer Kunstwerke zu verhindern ist die Aufgabe des ungewöhnlichen amerikanischen Platoons um Anführer Frank Stokes. Zusammen mit sei-nem Freund James Granger und fünf weiteren Kunstexperten begibt sich Stokes direkt an die Westfront, um den Schaden, soweit dies möglich ist, einzudämmen. Doch seitens der Armee wird der Spezialeinheit hauptsächlich Unverständnis entgegen gebracht und die Männer, die von der Kunst weitaus mehr Ahnung haben als vom Krieg, müssen sich ihren Respekt hart erkämpfen...

Sein oder Nichtsein
USA 1941-42; Regie: Ernst Lubitsch mit Charles Halton, Carole Lombard; 99 Min - "To Be Or Not To Be" ist ein frühes – und herausragendes – Beispiel der bis heute andauernden komi-schen Verarbeitung der faschistischen Schreckensherrschaft im Kino. Gedreht in der Zeit des japanischen Überfalls auf Pearl Harbour und des anschließenden Kriegseintritts der USA, ist der Film zugleich eine rasante screwball comedy und einer der humansten je gedrehten Propagandafilme. In Form einer satirischen Farce stellt er den Eigensinn neurotischer Theaterleu-te dem mörderischen Welttheater des Nazi-Regimes entgegen.

Jud Süss – Film ohne Gewissen
D 2010; Regie: Oskar Roehler mit Moritz Bleibtreu, Tobias Moretti; 100 Min; frei ab 12 Jahren - Im Berlin des Jahres 1939 betreibt Joseph Goebbels (Moritz Bleibtreu) einen unvergleichli-chen Aufwand, um seine NS-Kino-Produktion auszubauen. Wer in Deutschland Karriere ma-chen will, kommt nicht an seinem neuesten Prestige-Projekt „Jud Süß“ vorbei, einem Propagandafilm, der als Werk eines Teufels in die Filmgeschichte eingehen wird. Der österreichi-sche Darsteller Ferdinand Marian ist für die Hauptrolle vorgesehen, Veit Harlan soll Regie führen. Marians Frau Anna gibt zu bedenken, dass ihr Mann sich damit auf ein hochproble-matisches Image festlegen wird. Dem Druck aus Berlin ist der bis dahin bloß mittelmäßig erfolgreiche Schauspieler jedoch nicht gewachsen. Kurzerhand versucht er, seine Rolle zum Sympathieträger umzudeuten – und spielt Goebbels’ Plänen damit umso mehr entgegen...

Filmplakat von

Zeit für Legenden


Er ist wieder da
D 2015; Regie: David Wnendt mit Oliver Masucci, Christoph Maria Herbst; 116 Min; frei ab 12 Jahren - Darf man das? Diese Frage beantwortete schon Charlie Chaplins famose Satire „Der große Diktator“ 1940 – man darf! Das gilt auch 75 Jahre später noch. Im Rahmen der Kunst und Unterhaltung ist es durchaus erlaubt, sich über Adolf Hitler lustig zu machen, um den Tyrannen mit den Waffen der Satire zu bekämpfen. Doch was passiert, wenn man nicht über, sondern mit Adolf Hitler lacht? David Wnendt weiß ganz genau, auf welch moralisch gefährlichem Minenfeld er sich mit der Verfilmung von Timur Vermes‘ Bestseller „Er ist wie-der da“ bewegt. Der Regisseur fährt den Grad der Tiraden, die ein wiederauferstandener Hit-ler auf sein neues Volk loslässt, im Vergleich zum Buch zurück und positioniert sich beson-ders am Ende deutlich. Das Abschwächen schadet der Wirkung der scharfen Satire aber kaum, denn „Er ist wieder da“ ist über weite Strecken beängstigend komisch, was echte Re-aktionen...


Zeit für Legenden
Kanada 2016; Regie: Stephen Hopkins mit Stephan James, Jason Sudeikis, 123 Min; frei ohne Altersangabe - Ohio, 1934. Coach Larry Snyder kann sein Glück kaum fassen: In dem schwarzen Leichtathleten Jesse Owens scheint er das Ausnahmetalent gefunden zu haben, nach dem er sein Leben lang gesucht hat. Zusammen feiern der Sportler und sein Trainer einen Erfolg nach dem anderen und visieren schon bald eine Goldmedaille bei den Olympi-schen Spielen von 1936 in Deutschland an. Doch als sich Owens fast am Ziel seiner sportli-chen Träume wähnt, zieht er einen Boykott der Veranstaltung in Erwägung, denn mittlerweile haben die Nazis in Deutschland die Macht ergriffen und wollen die Olympischen Spiele für ihre rassistische Propaganda nutzen. Schließlich aber entscheidet sich der Sportler anzurei-sen und in Berlin ein Zeichen für Toleranz zu setzen. Vor Ort versetzt er mit seinen einzigarti-gen sportlichen Leistungen Hitlers Nazi-Regime einen herben Schlag...

5 € pro Film bzw. 40 € für eine 10er-Karte

Forum / Kommunales Kino

Eine Einführung in die Filme erfolgt von Lutz Gräfe, Filmjournalist beim WDR u.a.
Die konkreten Termine und Daten entnehmen Sie bitte im Laufe der Spielzeit unserem Leporello und dem Flyer des Kommunalen Kinos der VHS Leverkusen im Forum.

Kartenbüro Bayer Kultur


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Öffnungszeiten des Kartenbüros


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Fr 11:00 – 14:00 Uhr
sowie jeweils eine Stunde
vor Vorstellungsbeginn