Programm

FILM

Zirkus und Frauen im Film

Das Kommunale Kino schaut in Kooperation mit Bayer Kultur filmisch auf die beiden Schwerpunktthemen der Spielzeit – Zirkus und Frauen –, die auch in der Filmauswahl für die Saison 2017/18 wiederzufinden sind.

Zirkus

Foto: DCM Filmdistribution

Zirkus an sich wird immer mal wieder gerne von Filmemachern inszeniert. Das bringt schon die Auseinandersetzung mit dem eigenen Metier mit sich ... Daher ist es nicht schwergefallen, Filme zu finden, die sich mit dem Thema beschäftigen. The Circus von Charlie Chaplin ist zum Beispiel dem umherwandernden „Tramp“ gewidmet, der in einem Zirkus strandet: wie wird er in diesem Milieu aufgenommen, wie kommt er mit der dortigen Lebenssituation klar? Bekannt ist auch, dass der italienische Regisseur Federico Fellini seine Filme gerne im Schauspieler- und Zirkusmilieu angelegt hat. Der Klassiker an sich: La Strada – Das Lied der Straße mit Giulietta Massina und Anthony Quinn. Letzterer in der Rolle des Gauklers und Jahrmarktartisten Zampano, der sich das Mädchen Gelsomina kauft und unterdrückt. Keine gute Kombination … Ein ähnliches Szenario erleben wir in Der blaue Engel: Professor Rath verguckt sich in Lola und kann fortan nicht mehr von ihr lassen. Der Blick der Artisten in der Zirkuskuppel von Alexander Kluge ist ein ratloser, bei dem zwischen Selbstverwirklichung und Bankrott abgewogen werden muss. Neuere Auseinandersetzungen mit dem Thema sind Monsieur Chocolat, Wasser für die Elefanten oder Wild Women, gentle Beasts: Letztere ist eine sehenswerte Dokumentation von Anka Schmid aus der Schweiz, die sich den Alltag von Dompteurinnen zu eigen macht und versucht, diesem – vor allem immer noch für Frauen – schwierigen Beruf nachzuspüren.

DO / 28. SEP 2017 / 19.00 / KOMMUNALES KINO
The Circus - Der Zirkus
USA 1928, 69 Min.
Regie: Charlie Chaplin


DO / 12. OKT 2017 / 19.00 / KOMMUNALES KINO

Wasser für die Elefanten
USA 2011, 120 Min.
Regie: Francis Lawrence


DO / 26. OKT 2017 / 19.00 / KOMMUNALES KINO
Monsieur Chocolat
Frankreich 2016, 120 Min.
Regie: Roschdy Zem


DO / 16. NOV 2017 / 19.00 / KOMMUNALS KINO

Wild Women, gentle Beasts
Schweiz 2015, 96 Min.
Regie: Anka Schmid
Die Regisseurin Anka Schmid ist zu Gast für ein Gespräch.

DO / 23. NOV 2017 / 19.00 / KOMMUNALES KINO

La Pivellina
Österreich 2009, 105 Min.
Regie: Tizza Covi, Rainer Frimmel


DO / 7. DEZ 2017 / 19.00 / KOMMUNALES KINO
Der blaue Engel
Deutschland 1929, 108 Min.
Regie: Joseph von Sternberg


Termin wird noch bekannt gegeben

Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos
Deutschland 1968, 104 Min.
Regie: Alexander Kluge

Frauen

Foto: MFA

Im Mittelpunkt eines Films stehen häufig starke Charaktere: Heldinnen, Kämpferinnen, Künstlerinnen oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Brigitte Mira als Emmi Kurowski heiratet in Angst essen Seele auf von Rainer Werner Fassbinder in den 1970er-Jahren einen Marokkaner und erlebt im Zuge dessen wenig Einfühlungsvermögen ihrer Mitmenschen. Zum Glück lässt sie sich davon nicht unterkriegen. Im Lexikon des Internationalen Films heißt es dazu: „[Ein] Melodram, das mit kühler Brillanz die Missachtung von Minderheiten und die Mechanismen sozialer Unterdrückung analysiert.“ Auch Paula Modersohn kämpft in Paula – mein Leben soll ein Fest sein für ihre freie Entscheidung, Künstlerin sein zu dürfen und macht sich auf den Weg nach Paris, um ihrem Ziel näherzukommen. Der Kampf der Suffragetten ist Thema des gleichnamigen Films Suffragette, der die Mitstreiterinnen der britischen radikalfeministischen Theoretikerin Emilie Pankhurst portraitiert und zeigt, wie diese für ihre Rechte eintreten. Marie Curie – spätere Nobelpreisträgerin – setzt sich für ihre persönliche Freiheit und die in der Wissenschaft ein: „Leicht ist das Leben für keinen von uns. Doch was nützt das, man muss Ausdauer haben und vor allem Zutrauen zu sich selbst. Man muss daran glauben, für eine bestimmte Sache begabt zu sein, und diese Sache muss man erreichen, koste es, was es wolle.“ Mit dem Film Malala wenden wir uns dem Thema Frauen im asiatischen Raum zu. Die darin porträtierte Hauptdarstellerin setzt sich mit der Unterstützung ihres Vaters für Bildung von Mädchen und Frauen ein, die die Taliban diesen absprechen möchten. Die Zeit der Frauen (Indien) und Die Taschendiebin (Korea) ergänzen die Reihe abschließend.

Die Termine für die nachfolgenden Filme werden noch bekannt gegeben.


Angst essen Seele auf
Deutschland 1973, 93 Min.
Regie: Rainer Werner Fassbinder

Paula – mein Leben soll ein Fest sein
Deutschland 2016, 123 Min.
Regie: Christian Schwochow

Suffragette – Taten statt Worte
England 2016, 107 Min.
Regie: Sarah Gavron

Malala – Ihr Recht auf Bildung
USA 2015, 87 Min.
Regie: Davis Guggenheim

Marie Curie
Deutschland 2016, 100 Min.
Regie: Marie Noelle

Die eiserne Lady
England 2012, 104 Min.
Regie: Phyllida Lloyd

Die Zeit der Frauen
Indien 2015, 116 Min.
Regie: Leena Yadav

Die Taschendiebin
Korea 2017, 108 Min.
Regie: Park Chan-Wook

5 € pro Film bzw. 40 € für eine 10er-Karte

Forum / Kommunales Kino

Eine Einführung in die Filme erfolgt von Lutz Gräfe, Filmjournalist beim WDR u.a.
Die konkreten Termine und Daten entnehmen Sie bitte im Laufe der Spielzeit unserem Leporello und dem Flyer des Kommunalen Kinos der VHS Leverkusen im Forum.

Kartenbüro Bayer Kultur


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Öffnungszeiten des Kartenbüros


Mo bis Do
11:00 – 16:00 Uhr
Fr 11:00 – 14:00 Uhr
sowie jeweils eine Stunde
vor Vorstellungsbeginn