Willkommen

Die Spielzeit 2017/18

Zoom image

Liebe Freunde von Bayer Kultur,

der Begriff der ästhetischen Bildung ist immer mal wieder in aller Munde und geistert – insbesondere nach Veröffentlichung aktueller PISA-Studien – gerne durch die Medien. Doch was genau ist damit eigentlich gemeint? Friedrich Schiller hat in seiner 1795 erschienenen Schrift „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ unter anderem anklingen lassen: „[…] der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt […].“ Sicherlich wollte er uns damit nicht verdeutlichen, dass das Leben ein immerwährendes Spiel oder jeder Mensch ein Künstler ist. Es klingt aber an, dass es durchaus von Vorteil sein kann, im Rahmen der Erziehung sinnliche – und somit auch künstlerische – Erfahrungen als Ausgangspunkt von Bildung und Entwicklung in Erwägung zu ziehen.

Liest man Berichte über die Zustände an deutschen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen oder betrachtet man die Tendenz einer allgemein anwachsenden „Ich zuerst“-Haltung (quer durch alle Gesellschaftsschichten, wohlgemerkt), kommt einem relativ schnell in den Sinn, dass es unumgänglich ist, das Prinzip der ästhetischen Bildung wieder mehr in Schulen und Kindergärten zu verankern. Eine Möglichkeit dafür kann sein, einen theater- und kulturpädagogischen Rahmen zu schaffen, der Fächer wie Theater, Stimmbildung, Diskurs oder Rhetoriktraining als feste Größe in den Lehrplan integriert.

Schillers Aussage „Der Mensch ist nur da ganz, wo er spielt“ fände auch sehr gut ihren Platz in einem unserer Schwerpunktthemen – dem Zirkus. Die Facetten dieser bunten und für Jung und Alt gleichermaßen faszinierenden Welt sind ebenso vielfältig wie die Möglichkeiten, sich diesem Thema auf der Bühne zu nähern. Wer hätte gedacht, dass Clown nicht gleich Clown ist, sondern in seiner Reichweite den Bogen von der Unterhaltung über die Pantomime bis hin zu fast gesellschafts-philosophischen Betrachtungen über das Älterwerden spannt? Und wusste nicht schon der „Akrobat schööön“ Charlie Rivel: „Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur wenige haben den Mut, es zu zeigen.“ Wir fragen da mal ganz unbefangen: Wie ist es denn um Ihren Mut bestellt?!

Mut ist auch das richtige Stichwort, wenn es um unseren zweiten Schwerpunkt geht: Frauen. Betrachtet man Namen wie Frida Kahlo, Alma Mahler, Fanny Mendelssohn oder Louise Pollock, merkt man schnell, dass diese alle „ihren Mann“ gestanden haben bzw. stehen. Oder sich – mit einer Portion Chuzpe versehen – in einer als „Männerdomäne“ abgetanen Welt sehr wohl zu behaupten und im besten Fall mit Grandezza durchzusetzen wissen. Die schwedische Posaunistin Louise Pollock hat dies erst kürzlich bewiesen, als sie 2016 als erste Frau überhaupt den renommierten „Internationalen Aeolus-Bläserwettbewerb“ in der Tonhalle in Düsseldorf gewonnen hat. Selbstredend in gleich zwei Kategorien – dem „Preis der Jury“ und dem „Publikumspreis“. Wir freuen uns sehr, diese faszinierende Persönlichkeit direkt zu Beginn der Spielzeit bei uns im Erholungshaus begrüßen zu dürfen. Einen speziellen und ganz eigenen Blick werden Sie auch in den Werken von Vera Mercer entdecken. Die mittlerweile Anfang 80-jährige Künstlerin erschafft mit ihrer Kamera Welten, die einen an barocke Stillleben denken lassen – doch durch und durch aktuellen Bezug haben. Mehr Informationen zu „unseren Frauen“ finden Sie auf der Website oder in unserem Magazin.

Uns bleibt, Ihnen ein „Hereinspaziert, hereinspaziert!“ entgegenzurufen – wir freuen uns auf Sie und eine zauberhafte neue Spielzeit mit Ihnen!

Ihre Team von Bayer Kultur

Kartenbüro Bayer Kultur


Tel:
+49 214 30-41283,
+49 214 30-41284
Fax:
+49 214 30-41285
E-Mail:
bayerkultur@
derticketservice.de

Öffnungszeiten des Kartenbüros


Mo bis Do
11:00 – 16:00 Uhr
Fr 11:00 – 14:00 Uhr
sowie jeweils eine Stunde
vor Vorstellungsbeginn