Bayer Kultur

Kulturelle Bildung

Bayer Kultur engagiert sich im Rahmen der kulturellen Bildungsarbeit für verschiedene Personengruppen und Projekte. Während in der stARTacademy zum Beispiel junge, hoch talentierte Künstler unterschiedlichster Sparten gefördert werden, hat die Zusammenarbeit mit pädagogischen Einrichtungen das Ziel, Kindern und Jugendlichen einen frühzeitigen Zugang zu Kultur zu vermitteln. Kultur und Lernen lassen sich nicht trennen, sondern sind lebensbegleitende Aufgaben und Chancen, und wir halten es da ganz mit Paul Auster: „Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden.“ Dazu beizutragen, dass dies jungen Menschen in einer sich zunehmend schneller wandelnden Welt gut gelingen kann, versteht Bayer Kultur als eine maßgebliche Aufgabe ästhetischer Bildung.

Nachfolgend finden Sie ausführliche Informationen zu unseren kulturellen Bildungsformaten:

stARTacademy

Sandro Roy © Christian Hartmann

Sandro Roy © Christian Hartmann

Die stARTacademy ist ein Förderprogramm für hochtalentierte junge Künstler aus den Sparten Musik, Tanz, Theater und Kunst. Die geförderten Künstler erhalten von Bayer zum einen eine finanzielle Unterstützung, i. d. R. über einen Zeitraum von drei Jahren. Darüber hinaus versteht sich die stARTacademy aber auch als Plattform, auf der die Künstler Hilfestellungen bekommen, bei Problemen mit dem Management, Verträgen, der Öffentlichkeitsarbeit etc. und – eigentlich der wichtigste Punkt – die stART-Künstler zusammenbringt. So entstehen neue Projekte und es treffen Musiker aufeinander, die sich vorher nur vom „Hörensagen“ kannten.
Mit dem Erholungshaus, dem Bayer eigenen Konzert- und Theaterhaus in Leverkusen, besteht darüber hinaus ein Ort, an dem die Künstler auch physisch aufeinander treffen, Konzerte spielen und sich einem Publikum stellen können.

Seit der Initiierung des Förderprogramms in der Spielzeit 2009/10 konnten folgende Künstler in die stARTacademy aufgenommen werden:

Alexej Gerassimez © Nikolaj Lund

Alexej Gerassimez © Nikolaj Lund

  • Signum Quartett /// Kammermusik (2009-2012)
  • Hardy Rittner /// Klavier (2009-2012)
  • Benjamin Schaefer Trio /// Jazz (2010-2013)
  • Alexander Krichel /// Klavier (2012-2015)
  • Valentin Radutiu /// Violoncello (2012-2015)
  • Olivia Trummer /// Jazz (2013-2016)
  • Tobias Feldmann /// Violine (2015-2018)
  • Tamar Beraia /// Klavier (2016-2018)
  • Bundesjugendballett /// Tanz (2016-2018)
  • Sandro Roy /// Violine Klassisch & Jazz (ab 2018)
  • Alexej Gerassimez /// Schlagzeug (ab 2018)
  • Philippe Kratz /// Tanz & Choreographie (ab 2018)
  • Lisa Charlotte Friederich /// Film (ab 2018)

Kunsthochschulen zu Gast

  • Burg Giebichstein – Hochschule für Kunst und Design Halle (2009/10)
  • Kunstakademie Münster – Klasse Malerei Cornelius Völker (2010/11)
  • Kunsthochschule Kassel – Klasse Friederike Feldmann (2011/12)
  • Hochschule für Bildende Künste Dresden – Klasse Peter Bömmels (2013/14)
  • Kunstakademie Düsseldorf – Studierende und Meisterschüler verschiedener Klasse,
    kuratiert von Julia Ritterskamp (2014/15)
  • Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig – Klasse Heribert C. Ottersbach (2015/16)
  • Hochschule für Kunst und Medien Köln – Klasse Mischa Kuball,
    kuratiert von Julia Ritterskamp (2016/17)
  • weißensee kunsthochschule berlin – Klasse Friederike Feldmann (2017/18)
  • Universität der Künste (UdK) Berlin – Studierende und Absolventen,
    kuratiert von der galerie burster berlin (2018/19)

Ihre Möglichkeit an den Bayer-Standorten:

Aktuell finden die Konzerte und Tanzabende unserer stARTacademy-Mitglieder überwiegend im Erholungshaus statt, aber es besteht die Möglichkeit, diese auch an andere Standorte zu vermitteln. Sprechen Sie die Kollegeninnen der Referate Musik oder Tanz einfach an:

Musik: Carolin Sturm, carolin117793151b154423a5223db93b314c2d.sturm@288bf74355aa42aea6fa08ed448a931fbayer.com
Tanz: Bettina Welzel, bettina04c7d47255d34adda4362b23dad23031.welzel@6f01536836c84c82aa12b512b98dabc5bayer.com

Ein Leben für die Bühne: stART-Künstler stellen sich vor

Die stART-Künstler von Bayer Kultur stellen sich Schulklassen der 3. Bis 6. Jahrgängen vor, berichten aus ihrem Alltag als Künstler und vermitteln den Kindern und Jugendlichen auf spielerische Weise wichtige Aspekte der Musikerziehung.

Das Format „Ein Leben für die Bühne“ ist aus der stARTacademy von Bayer Kultur, dem Förderprogramm für hochtalentierte Künstler, entstanden. Die meist noch jungen, vom Unternehmen über eine definierte Dauer geförderten Instrumentalisten stehen am Anfang ihrer Karrieren und müssen sich mit vielen Aspekten des Künstlerlebens auseinandersetzen. Hierzu gehören unter anderem die Zusammenarbeit mit Konzertagenturen und Labels, die eigene Vermarktung, Verhandlungen mit Veranstaltern oder das Einspielen von CD-Aufnahmen. Eine Vielzahl an Aufgaben um die eigene künstlerische Tätigkeit – den Auftritt vor Publikum – herum, die erst einmal gleichzeitig bewerkstelligt werden möchten.

Wie das alles funktionieren kann, ist auch für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren spannend zu erfahren. Daher hat Bayer Kultur das Format „Ein Leben für die Bühne“ initiiert, bei dem junge Künstler über ihre Erfahrungen und ihren doch eher speziellen Alltag sprechen: Wie sieht eine Kindheit aus, wenn man ständig üben muss? Wie viele Stunden muss man überhaupt üben, um Profimusiker zu werden? Wusste der Künstler schon immer, dass er Pianist, Dirigent, Violinist etc. werden möchte? Wie sieht der Tagesablauf aus? Wir reist man mit einem Cello um die Welt? Bekommt dieses im Flugzeug einen eigenen Sitzplatz? Wie groß ist das Lampenfieber vor einem Auftritt? Wie entsteht die Liedauswahl für ein Konzert? Wie ist es, so oft im Hotel zu schlafen? Hat man Heimweh? Und was bedeutet es für die jungen Künstler eigentlich ganz persönlich, so einen Beruf ausüben zu können/dürfen? Fragen, die die Künstler nur allzu gerne beantworten – und die ihnen gleichzeitig die Möglichkeit geben, ihr eigenes Leben und Künstlerdasein für sich zu reflektieren.

Die Künstler vermitteln den Kindern und Jugendlichen aber auch, welche Chancen darin stecken, sich mit Musik, mit Kultur auseinanderzusetzen. Konkret zum Beispiel, dass das Erlernen eines Instrumentes – egal, ob mit einer beruflichen Ambition verbunden oder aus reiner Freude an der Sache – einem auch für andere Lebensbereiche helfen kann: Laut Studien verfügen Kinder mit Musikerziehung über Vorteile in ihrer sozialen Urteilsfähigkeit, sie sind besser in der Lage, aus Erfahrungen zu lernen und Situationen des Alltags adäquat zu erfassen und zu beurteilen. Darüber hinaus stärkt das Erlernen eines Instrumentes die Konzentrationsfähigkeit auf – im wahrsten Sinne – spielerische Weise.

Das Format „Ein Leben für die Bühne“ ist im Kanon der ästhetischen Bildungsarbeit von Bayer Kultur ein wichtiger Baustein, weil es eine Idee transportiert, die zu einer ganzheitlichen Menschwerdung beiträgt: „Die Musik allein wirkt gleichzeitig auf die Phantasie, auf das Gemüt, auf das Herz und die Sinne.“ Sehr viel besser, als es dieses Zitat von Hector Berlioz zusammenfasst, kann ein Kind, kann ein Mensch nicht gefördert werden.

Aktuell findet das Format „Ein Leben für die Bühne“ im Erholungshaus in Leverkusen sowie am Standort Wuppertal in Kooperation mit Bayer Wuppertal in der dortigen Historischen Stadthalle statt. Informationen erhalten Sie bei unserer Musik-Referentin Carolin Sturm (carolin64e14bbe3b6d47d39b3a4b6e4c3b6a55.sturm@1d48dcd5822440a8aa91994bf1bbdaa5bayer.com).

Das Dirigentenduell

Das Dirigentenduell im Erholungshaus © Bayer Kultur

Das Dirigentenduell im Erholungshaus © Bayer Kultur

Was macht eigentlich ein Dirigent? Und: Warum benötigt man ihn bei einem Konzert? Wieso haben Dirigenten oft einen Frack an, und wofür schwingen sie einen Taktstock? Fragen über Fragen. Klar dürfte sein: Dirigenten sind ungemein wichtig für ein Konzert. Sie geben den Takt vor, alle Augen des Orchesters sind auf sie gerichtet. Bei einer so bedeutenden Aufgabe träumt der ein oder andere vielleicht auch einmal davon, ein berühmter Dirigent zu werden und ein Orchester zu leiten. Doch wie schafft man das? Mit einer musikalischen Untermalung unseres „orchestra in residence“ l’arte del mondo ist das „Dirigentenduell“ ein kurzweiliges und unterhaltsames Konzert für Kinder. Und obwohl es sonst immer nur einen Dirigenten gibt, stehen bei diesem zwei von ihnen auf der Bühne…

Das Format eignet sich für Schulklassen der Jahrgänge 3 bis 6. Informationen erhalten Sie im Referat Musik (Carolin Sturm, carolin5c6884b013a047fa97f99d8e08b01ab9.sturm@60e98f2fce284e2897774e4566072d58bayer.com).

Theaterstücke „Im Klassenzimmer“

Klamms Krieg © Hanne Engwald

Klamms Krieg © Hanne Engwald

Seit der Spielzeit 2013/14 gibt es bei Bayer Kultur die Reihe „Im Klassenzimmer“. Gemeinsam mit Regisseuren, Schauspielern und Theaterpädagogen werden Stücke zu jugendrelevanten Themen produziert, die ganzjährig an Schulen zur Aufführung kommen und den direkten Kontakt mit der jungen Zielgruppe vor Ort unterstützen. Die Idee dahinter ist, die ästhetische Bildung Jugendlicher zu stärken und sie in ihrem eigenen Umfeld mit Kultur und dem, was dieser Bereich im Hinblick auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung vermag, bekannt und vertraut zu machen. Die von Bayer Kultur sorgfältig ausgewählten Stücke bilden Realitäten ab, die die Jugendlichen aus ihrem eigenen Alltag oder dem von Freunden kennen. Die Tatsache, dass die Stücke in gewohnter Umgebung, dem eigenen Klassenraum – und somit in einem „geschützten Bereich“ – stattfinden, ermöglicht eine intensive, wertfreie und lebendige Auseinandersetzung mit verschiedenen Thematiken wie zum Beispiel der Suche nach der eigenen Identität, Familienbeziehungen oder medienpädagogischen Aspekten. Direkt im Anschluss an die Aufführungen werden Stück und Thema gemeinsam mit den Jugendlichen sowie den Mitwirkenden in einem Gespräch diskutiert und die Wahrnehmungen und neu gewonnenen Erkenntnisse der Jugendlichen im Hinblick auf das kommunizierte Thema nachhaltig begleitet. Das jeweilige Lehrpersonal wird in alle Prozesse eingebunden.

Durch die „Klassenzimmerstücke“ entsteht ein Dialog zwischen Jugendlichen und Theatermachern, Horizonte werden erweitert, vernetztes Denken gefördert und die eigene Kreativität sowie die Lust auf „mehr Theater“ angeregt.

Informationen zu den „Klassenzimmer-Stücken“ erhalten Sie bei Marc von Reth
(marc43fcb300d43a41098bb51f8ef691a825.von-reth@b7630804ec6e475b8874ffac85081bdabayer.com).

Projekte mit Förderschulklassen in Zusammenarbeit mit dem
Schauspieler Gernot Schmidt

Bayer Kultur & Gernot Schmidt, Theaterprojekt „Wir kämpfen!“ © Thomas Zöllner

Bayer Kultur & Gernot Schmidt, Theaterprojekt „Wir kämpfen!“ © Thomas Zöllner

Jungen Menschen aus so genannten Brennpunkten fällt es – bedingt durch ihren familiären oder schulischen Werdegang – zunehmend schwerer, in der „normalen“ Gesellschaft „Fuß zu fassen“. Gleichaltrige, denen eine breitere Palette an Bildung und außerschulischen Aktivitäten (zum Beispiel im Sport- oder Kulturbereich) zur Verfügung steht, sind oftmals weiter in ihren kommunikativen Möglichkeiten und haben nach Abschluss der Schule einen leichteren Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten, einem Studium oder Praktika. Dabei ist ein wesentliches Merkmal aller Menschen das Bedürfnis nach gesellschaftlicher Anerkennung.

Bayer Kultur & Gernot Schmidt, Theaterprojekt „Wir kämpfen!“ © Thomas Zöllner

Bayer Kultur & Gernot Schmidt, Theaterprojekt „Wir kämpfen!“ © Thomas Zöllner

Bayer Kultur hat gemeinsam mit dem Schauspieler Gernot Schmidt zwei Projekte mit Förderschulen durchgeführt, bei denen die Teilnehmer*innen des Workshops mittels schauspielerischer Arbeit und einer szenische Umsetzung lernen, Ausdrucksmöglichkeiten für eigene Gefühle zu finden und zu artikulieren. Sie haben die Chance zu erkennen, dass sie mit ihren Gedanken nicht alleine sind, und dass es nicht zwingend negative Auswirkungen hat, sich zum Beispiel Ängste einzugestehen, sondern vielmehr die Seele – und damit das eigene Handeln – „entlasten“ kann. Die Jugendlichen fühlen sich nach dem Theaterprojekt im besten Fall nicht länger als „Randfiguren“, sondern entwickeln Eigeninitiative und soziale Mitverantwortung.

Das Projekt hat in den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 stattgefunden. Ansprechpartner für Informationen ist das Referat Theater (Reiner Ernst Ohle, reiner-ernstd8f4f1ff5d6746e39047105c704f3f27.ohle@0cafb12ad0e54817ace2a42c7978d936bayer.com).

Poetry-Slam

Poesie und Wissenschaft auf der Bühne? Gibt es nicht? Gibt es doch, und zwar in Form des literarischen Vortragswettbewerbs Poetry-Slam. Unter Anleitung eines Künstlers, der sich mit dem Format des interaktiven „Slams“ auskennt, erlernen die Teilnehmer*innen des Workshops, wissenschaftliche Themen zu reflektieren und in die Alltagssprache zu übersetzen. Das kann kurz und prägnant, aber auch sehr unterhaltsam sein. Der Poetry-Slam rückt die Forschung ins Rampenlicht, schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Unterhaltung und hat unter anderem die Förderung der Kommunikationsfähigkeit zum Ziel.

Diese Art der Auseinandersetzung mit den eigenen Themenfeldern eignet sich besonders gut für Mitarbeiter*innen-Workshops, aber auch als Angebot für Schulklassen, um diesen auf lebendige Art Wissenschafts- und Forschungsthemen näher zu bringen.

Informationen zu der Form des Science-Slams erhalten Sie bei Bayer Kultur (Kerstin Heber, kerstin3c62eba8df2e479e9ce73339f107a431.heber@4abdb4d5bae14d2f9f2aabc45bec1572bayer.com).

Kartenbüro Bayer Kultur


Tel:
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bayerkultur@
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Öffnungszeiten des Kartenbüros


Mo bis Fr 11:00 – 14:00 Uhr
sowie jeweils eine Stunde
vor Vorstellungsbeginn