zoom
Foto: Lotus 2, Omaha, 2013 (c) Vera Mercer

Vera Mercer: Stillleben
Finissage

Kunst

Ausstellung:
3. SEP 2017 BIS 12. NOV 2017

Öffnungszeiten:
SA / SO / FEIERTAGS, 11.00 – 17.00 UHR

Führungen:
Jeden 1. und 3. SO im Monat / 11.15 UHR
sowie am 16.10. / 18.00 UHR
Anmeldung zu allen Führungen unter 0214 30-41283/-41284

Vera Mercer (geb. 1936 in Berlin) ist in der Kunstszene erst in den letzten Jahren als eigenwillige und faszinierende Fotografin entdeckt worden. Vor allem ihre phantastischen Stillleben von barocker Fülle und herausfordernd leuchtenden Farben in großem Format begeistern.

Blumen und Gemüse, Fleisch und Fisch, Gläser, Schalen und Kerzen, die klassischen Accessoires der Stilllebenmalerei, werden in vielschichtigen Kompositionen arrangiert und inszeniert. Es sind lustvolle und irritierende Impressionen, die das Auge gefangen nehmen. Die räumlichen Irritationen unterlaufen subversiv den logischen Bildaufbau und lassen surreale Momente in den Fotografien aufscheinen. Das allzu Offensichtliche erweist sich als geschickte Konstruktion, die die Lust am Motiv unterstreicht und auf den Betrachter eine ebenso einladende wie abschreckende Wirkung entfalten kann.

Vera Mercer lässt sich in der Komposition und Lichtinszenierung von kunstgeschichtlichen Vorbildern inspirieren, folgt aber nicht den traditionellen Symbolsystemen. Eher sind ihre Stillleben großartige Inszenierungen, denen man ihre frühe Prägung durch die Welt des Theaters ansieht. Ihr Vater war der bekannte Bühnenbildner Franz Mertz, ihr erster Mann Daniel Spoerri, der Begründer der „Eat Art“. Und tatsächlich begegnet sie „ihrem“ Thema in den 1960er-Jahren in Paris, als sie erste freie Fotoarbeiten rund um die alten Markthallen von Paris macht. Hier stößt sie erstmals auf einen künstlerischen Aspekt, der sie seitdem beschäftigt.

Leben und Kunst verbinden sich noch intensiver nach der Heirat mit dem Amerikaner Mark Mercer. Mit ihm eröffnete sie in Omaha, Nebraska, französische Restaurants. Ihre Fotos sind unverwechselbarer Bestandteil der Interieurs, ihre Motive folgen dem Weg der Nahrungsmittel – Einkauf auf dem Markt, das Arrangement im Studio sowie die Zubereitung und das Servieren im Restaurant. In ihren Bildern wird der Kreislauf sinnlich erfahrbar und lässt klassische Vanitasmotive wie Schädel oder halb heruntergebrannte Kerzen als Memento mori auch für den modernen Betrachter wieder faszinierend lebendig werden.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Britta E. Buhlmann und mit großem Erfolg im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern und in Passau gezeigt.


Kartenbüro Bayer Kultur


Tel:
+49 214 30-41283,
+49 214 30-41284
Fax:
+49 214 30-41285
E-Mail:
bayerkultur@
derticketservice.de

Öffnungszeiten des Kartenbüros


Mo bis Do
11:00 – 16:00 Uhr
Fr 11:00 – 14:00 Uhr
sowie jeweils eine Stunde
vor Vorstellungsbeginn