Mein Praktikum bei Bayer Kultur

Seit dem 1. Juni 2018 mache ich ein Praktikum bei der Bayer AG, genauer gesagt im Kunstreferat bei Bayer Kultur. Man könnte auch sagen: Bayer AG > Bayer Kommunikation > Bayer Kultur > Kunstreferat.
Ein Praktikum in einem so großen Unternehmen wie Bayer war ein Wunsch von mir. Mich hat besonders interessiert, wie Unternehmenssammlungen aufgebaut und strukturiert sind, aber auch, welchen Part sie bei der Kommunikation eines Unternehmens nach innen und außen übernehmen können.

Seit über 100 Jahren sammelt Bayer Kunst, und die Sammlung wird stetig erweitert. 2016 wurden die Highlights, darunter z.B. Max Beckmann, Sam Francis und Andy Warhol, im eigenen Theater-, Konzert- und Ausstellungshaus – dem Erholungshaus in Leverkusen – präsentiert. Dort werden drei Wechselausstellungen jährlich gezeigt, wobei sich das Thema der jeweiligen Spielzeit darin widerspiegelt. Kunst, Theater, Musik und Schauspiel gehen also Hand in Hand.
Wer nun denkt, der Kunstbesitz verstaubt in der Zwischenzeit im Keller, liegt falsch: Die über 5000 Kunstwerke der Unternehmenssammlung stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Ausstattung ihrer Büros zur Verfügung. „Kunst am Arbeitsplatz“ ist das Stichwort. Mit der Ausleihe der Werke geht natürlich ein hoher Arbeitsaufwand einher, denn über den Leihverkehr muss genau buchgeführt werden. Doch es lohnt sich und macht Spaß, denn häufig hören Kunstrefrentin Andrea Peters und ich Geschichten, die von einer sehr persönlichen Bindung zwischen Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern und Kunstwerk zeugen. Dabei haben manche die Exponate seit Jahrzehnten bei sich im Büro hängen. Dort leisten sie nicht nur einen Beitrag zur angenehmen Raumgestaltung, sondern bieten einen Gesprächseinstieg oder geben dem Betrachter kreative Denkanstöße.

Zukünftig wird es wahrscheinlich auch ein Format geben, das über diese Geschichten „hinter den Bildern“ berichtet. Das Konzept dazu habe ich im Rahmen meines Praktikums entwickeln und präsentieren dürfen. Was genau dahinter steckt, erfahrt Ihr 2019.
Abschließend noch ein herzlicher Dank an meine Kolleginnen und Kollegen. Es war eine schöne und spannende Zeit!