Helden

Zeit für Helden bei Bayer Kultur

Odysseus ging im alten Griechenland auf Heldenreise, Homer verfasste Heldenepen, Richard Strauss komponierte Ein Heldenleben, David Bowie sang „Wir können Helden sein, nur für einen Tag“ und Fußballer Mario Götze wurde nach dem WM-Finale 2014 als „Held von Rio“ gefeiert. Heldenfiguren faszinieren uns seit jeher und dienen manch einem als Vorbild oder Idol. Aber was – oder besser gesagt – wer ist überhaupt ein Held?

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Foto: Arno Declair

Ein Fußballspieler, der das entscheidende Tor schießt? Ein Mensch, der Zivilcourage beweist? Oder kann tatsächlich jeder zum
Held werden, wie es David Bowies Song impliziert? Dass wir beim Stichwort Helden an die griechische Mythologie mit so heroischen Figuren wie Odysseus, Herakles (auch Herkules genannt) oder Achilles denken, kommt nicht von ungefähr: Schließlich ist das griechische Wort „heros“ auch der Ausgangspunkt für unseren Heldenbegriff, der sich dann vom althochdeutschen „helido“ über das mittelhochdeutsche „helt“ zu seiner jetzigen Form entwickelt hat.

Wer gilt in unserer heutigen Zeit als Held? Statt großer Kämpfer werden doch vielmehr die Menschen als Helden gefeiert, die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen und sich für andere starkmachen. Gleichzeitig sind Helden in unserer Gesellschaft
häufig Personen, die im Rampenlicht stehen: Filmstars und „Promis“, Sportler und Sänger. Dabei spielen die Medien eine große Rolle – statt durch Mythen und Sagen werden Helden heute im Fernsehen, Zeitschriften oder dem Internet zu solchen stilisiert. Ob dies erstrebenswert ist, sei dahingestellt.

Im Theater ist der Heldenbegriff zunächst einmal unabhängig von den Taten. Als „Held“ wird hier ganz neutral die Hauptperson eines Werks bezeichnet. Diese ist keineswegs immer tapfer und furchtlos, sondern kann auch Fehler begehen und scheitern – tragische Helden wie Shakespeares Hamlet und Anti-Helden wie Büchners Woyzeck zeugen davon. Oft sind es schließlich genau diese zwiespältigen Charaktere, die uns so faszinieren … Nehmen wir beispielsweise Peer Gynt. Ein Held, wie er im Buche steht, ist der innerlich zerrissene Phantast bestimmt nicht. In seiner Sehnsucht nach Freiheit und Ungebundenheit begibt er sich auf eine (Helden-)Reise, eine Sinnsuche, erlebt jede Menge Abenteuer – und scheitert grandios. Warum Henrik Ibsens Drama heute dennoch so aktuell und fesselnd ist, können Sie im Februar 2017 bei uns erleben.

Eine ganz andere Art von Helden stellen die Bilderkrieger dar, die Michael Kamber gemeinsam mit dem Ankerherz-Verlag in dem gleichnamigen Buch porträtiert und zu Wort kommen lässt. „Bilderkrieger“ sind in diesem Fall Kriegsfotografen, die sich an die Schauplätze begeben, die eigentlich niemand freiwillig betreten möchte. Kamber hat sich gefragt: Welche Wirkung kann die Arbeit eines Kriegsfotografen in Zeiten medialer Übersättigung überhaupt noch erzielen? Und wie gehen die Fotografen mit den körperlichen und seelischen Wunden um?

Vielleicht haben ja auch Sie einen ganz persönlichen Held oder eine Heldin? Dann erzählen Sie uns auf unserem Blog doch einfach die Geschichte dahinter! Heute, morgen oder nächsten Monat. Und derweil entdecken Sie unsere Helden der Spielzeit 16/17 in unserem Magazin – und natürlich auf der Bühne im Erholungshaus!


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