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Foto: Peter Radke

    Ecce Prometheus (Premiere) // Restkarten

    Theater

    akademietheater ulm

    Regie: Peter Radtke
    Regieassistenz: Maria Wagner
    Kostüme: Susanne Schanz
    Bühne: Günther Brendel
    Emsemble: Yazan Alnakdali, Laura Becker, Michael Becker, Daniel Blum, Jan Dziobek, Theodoros Tsilkoudis   

    Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten (inkl. Pause)

    Prometheus, Abkömmling von Titanen, stiehlt den Olympischen Göttern das Feuer und bringt es den Menschen als Wohltat. Zur Strafe für diesen Frevel lässt ihn der Göttervater Zeus für ewig an den Kaukasus schmieden, wobei ein Adler ihn täglich körperlich martern soll.

    Schriftsteller und Regisseur Peter Radtke, der 1943 mit der Glasknochenkrankheit geboren wurde, ist der berühmteste Schauspieler Deutschlands mit Behinderung. In seinem neuesten Projekt – der Farce „Ecce Prometheus“ – überführt Radtke die bekannten Motive der antiken Mythologie in die gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit. Ein beeindruckender Abend, den jeder gesehen haben sollte.


    Peter Radke inszeniert „Ecce Prometheus“ - Ein Kommentar
    Auf der Homepage von Peter Radke ist auf der Startseite das folgende Zitat von Hélder Câmara zu lesen: „Sage ja zu den Überraschungen, die deine Pläne durchkreuzen, deine Träume zunichtemachen, deinem Tag eine ganz andere Richtung geben, ja, vielleicht deinem Leben. Sie sind kein Zufall.“ Treffender könnte man das Leben nicht beschreiben – und könnte man diesen Abend nicht ankündigen, den der 1943 in Freiburg geborene Schauspieler und Autor Peter Radke inszeniert hat.

    Wer wüsste es besser als er, einer der berühmtesten, mit Behinderung (der Glasknochenkrankheit) geborene Akteur, dem in seinem Leben sicherlich immer mal wieder Unwägbarkeiten über den Weg laufen, aus denen er das Bestmögliche herausholt (manche von Ihnen erinnern sich vielleicht an seine herausragende Darstellung in George Taboris „Bericht für eine Akademie“). Davon zeugt zum einen seine beeindruckende Vita – aber eben auch „Ecce Prometheus“. In Zusammenarbeit mit dem akademietheater ulm hat er dieses Stück auf die Bühne gebracht und sich einen Schauspieler an die Seite geholt, der, obwohl durch eine eigene Behinderung, die Tetraplegie, eingeschränkt, der ideale „Sparringspartner“ ist: gemeinsam zeigen sie, dass Theater mehr vermag, als zu unterhalten. Theater gibt Anstöße, darf anders sein, zum Nachdenken anregen, darf Komfortzonen (nicht nur die auf der Bühne, sondern auch die des Publikums) verlassen. Oder wie Antonin Artaud zu sagen pflegte: Es müsse die „Mehlschicht“ abschütteln, die sich immer mal wieder über die Menschheit legt. Wir finden, diese Art von Schauspiel fügt sich sehr gut ein in unsere kulturelle Bildungsarbeit ein. Und freuen uns schon heute auf einen fantastischen Abend, der in Leverkusen als Premiere zu sehen sein wird!


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