Spielzeit 2012/13
Referat Musik
Franz Schubert, der große „klassische Romantiker“, ist Ausgangspunkt, Zielpunkt und Mittelpunkt unserer Erkundungen in der Sparte MUSIK. Ja mehr: Schuberts zwischen Außenwelt (seiner tragischen Existenz) und Innenwelt (seinem berückenden, intimen, unglaublich dichten musikalischen OEuvre) zerrissene Persönlichkeit war der eigentliche Ausgangspunkt für unser Spielzeitthema 2012/13.
![]() Bild vergrößern
|
| Carolin Sturm | Referat MUSIK |
Julia Riegel und Caroline Neven Du Mont zeichnen in Barfuß auf dem Eise mit Schuberts Musik und Zeugnissen seines Lebens ein eindringliches Psychogramm seiner Existenz. Die Uraufführung dieses Stücks am 21. Oktober 2012 möchten wir – da Ausgangspunkt für all unsere musikalischen Erkundungen – auch allen Musikfreunden mit Nachdruck ans Herz legen (siehe Seite 60).
In diesem Kontext haben wir in unserer Sinfoniekonzert- Reihe einen ganz besonderen Ansatz gewählt: In Ergänzung zu Schuberts wichtigsten Sinfonien sowie der Messe in As-Dur werden Werke erklingen, die entweder einen direkten Bezug zu seinem Schaffen haben, wie etwa die zeitgenössischen Werke von Jörg Widmann und Hans Werner Henze und Felix Weingartners zum 100. Todestag Schuberts entstandene Sinfonie La Tragica oder die – wie im Falle der Trauersinfonie und Trauermusik für Gustav III. von Joseph Martin Kraus – zwar früher entstanden sind, aber schon deutlich auf Schuberts Klangwelt verweisen. Peter Ruzickas exorbitante Ansprüche stellendes Konzert für Violoncello und Orchester Über die Grenze – Solist ist unser neuer stART-Künstler Valentin Radutiu – fokussiert unser Spielzeitthema Innenwelten – Außenwelten wie in einem musikalischen Brennspiegel.
Einen Sonderstatus nimmt das Konzert mit dem DSO Berlin ein: Anlässlich des 150-jährigen Firmenjubiläums der Bayer AG hat Bayer Kultur eine Auftragskomposition an Walter Steffens vergeben. Es handelt sich hierbei um eine Musikalische Bildreflexion zu Gerhard Richters Abstract Picture (555), einem der Hauptwerke aus der Sammlung Bayer. Die Uraufführung findet am 12. April 2013 in Leverkusen statt und am folgenden Tag wird das Konzert im Berliner Radialsystem wiederholt. Zeitgleich (21. März bis 9. Juni 2013) ist die Ausstellung Sammlung Bayer im Martin-Gropius-Bau Berlin zu sehen.
Unser permanentes orchestra in residence l’arte del mondo wird zum ersten Mal als Botschafter von Bayer Kultur in der Berliner Philharmonie in Erscheinung treten. Bei dem schon erwähnten Programm mit der Trauersinfonie und Trauermusik für Gustav III. von Joseph Martin Kraus und Schuberts As-Dur Messe handelt es sich um eine Kooperation mit dem exzellenten RIAS Kammerchor im Rahmen der Kulturachse Leverkusen-Berlin.
Auch in der Kammerkonzert-Reihe und im Klavier-Zyklus bildet das Werk Franz Schuberts sozusagen den „roten Faden“. Sie werden höchst interessante Programm-Konstellationen entdecken, wobei wir Sie – neben vielen anderen Höhepunkten – insbesondere auf die Debüts unserer beiden neuen stART-Künstler Alexander Krichel (Klavier) und Valentin Radutiu (Violoncello) hinweisen möchten.
Unser Klavier-Zyklus setzt erneut auf die Stars der jüngeren Generation. Dies ist Konzept. Bayer Kultur präsentiert im Verlauf von vier Spielzeiten die 20 interessantesten jüngeren Pianistinnen und Pianisten der Welt. Eine spannende Entdeckungsreise, die in der vergangenen Spielzeit ihren ersten Höhepunkt mit dem Konzert von Ingolf Wunder erleben konnte.
Unsere Jazz-Reihen mit jungen Formationen sowie mit der wunderbaren WDR Big Band setzen wir ebenso fort wie die Kooperationen mit den Leverkusener Jazztagen und dem Festival Alte Musik Knechtsteden. Außerdem unterstützen wir als Hauptsponsor weiterhin den Altenberger Kultursommer.
Und last but not least: Die Oper hält wieder mit einem festen „Sendeplatz“ und als eigene Sparte Einzug in unser Programmangebot (vgl. Seite 34 ff.). Das Opern-Abo ersetzt dabei das bisherige Abo Pasticcio. Die von Bayer Kultur ins Leben gerufene Junge Oper Leverkusen setzt – im Sinne eines das stART-Programm erweiternden Bereichs – auf junge, innovative Teams und Sänger.
Neue stART-Künstler, Uraufführungen, viel Unbekanntes bzw. neu zu Entdeckendes, junge Pianisten und Stars wie Edita Gruberová, Thomas Zehetmair oder Baiba Skride, dabei immer Schubert im Fokus, Opern von Christoph Willibald Gluck, Johann Abraham Peter Schulz und Edward Rushton – eine konzeptionell außergewöhnliche und spannende Spielzeit.


Willkommen
MUSIK
Bayer Links


zum Progammangebot
Erweiterte Suche