KUNST
Ernst Ludwig Kirchner

Sennerin mit Kuh

Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Sennerin mit Kuh (1918), Aquarell auf Papier, 22,5 x 24 cm, Erworben von Bayer 1964, © by Ingeborg & Dr. Wolfgang Henze-Ketterer, Wichtrach/Bern
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Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938)
Sennerin mit Kuh (1918)
Aquarell auf Papier
22,5 x 24 cm
Erworben von Bayer 1964
© by Ingeborg & Dr. Wolfgang Henze-Ketterer, Wichtrach/Bern
Ernst Ludwig Kirchners Berufswunsch war ursprünglich Architekt. Nach Abschluss seines Studiums 1905 in Dresden entschied er sich jedoch für die Kunst. Gemeinsam mit seinen Studienkollegen Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gründete er die Künstlergruppe Die Brücke. Sie prägte die deutsche Malerei des 20. Jahrhunderts nachhaltig.

1911 übersiedelte Kirchner nach Berlin. Hier erreichte der Autodidakt mit expressionistischen Werken seinen ersten schöpferischen Höhepunkt. Zwei Jahre später kam es zu einem Streit zwischen Kirchner und den Mitgliedern der Brücke – die Gruppe zerbrach.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete sich Kirchner freiwillig zum Kriegsdienst, litt aber so sehr unter dem Kasernendrill, dass er nervlich zusammenbrach. Finanziell unterstützt von Bewunderern seiner Kunst zog er sich in Kliniken zurück.
Doch erst mit dem Umzug ins schweizerische Davos begann sich Kirchner zu erholen. Es folgte eine zweite künstlerische Glanzzeit.

Im nationalsozialistischen Deutschland galten Kirchners Bilder als entartet. Die Diffamierungen in der Heimat und eine nie ganz überwundene Abhängigkeit von Medikamenten stürzten ihn in eine zweite große Krise. 1938 nahm sich der Maler das Leben.
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