Spielplan 2010/11
Festliche Eröffnung der Spielzeit
Natürlich bestimmt unser Motto Mythos und Gegenwart auch die Festliche Eröffnung der Spielzeit. Zunächst wird Werner Wenning, der damalige Vorsitzende des Vorstands der Bayer AG, zur Begrüßung sprechen. Wir freuen uns sehr, dass Herfried Münkler, der mit seinem fulminanten und außerordentlich spannend geschriebenen Buch Die Deutschen und ihre Mythen einen Sachbuchklassiker verfasst hat, den Festvortrag zur Eröffnung der Bayer Kultur-Spielzeit 2010/11 hält. Sein Buch ist 2008 erschienen und beschäftigt sich mit den Nibelungen und Faust, mit Tacitus und Martin Luther, aber auch mit dem Mythos des Bildungsbürgertums; die „Rheinmythen“ fehlen ebenso wenig wie abschließende Überlegungen zur „Ablösung des Mythos durch Schlagzeilen und Werbekampagnen“. Herfried Münklers Vortrag trägt den Titel Weimars mythischer Zauber und das deutsche Bildungsbürgertum.
Auch die erste Ausstellung von Bayer Kultur heißt Mythos und Gegenwart. Sie wird aus organisatorischen Gründen schon eine Woche vor der offiziellen Spielzeiteröffnung am Sonntag, 5. September 2010, mit einer Vernissage eröffnet. Die Schau thematisiert die künstlerische Auseinandersetzung mit antiken und christlichen Mythologien sowie Natur und Künstlermythen in der Bildenden Kunst der letzten 50 Jahre. Zur Eröffnung spricht Bazon Brock über Einübung in den Mythenblick: Mythos, Wahrheit, Gerüchte und Legenden haben keine Urheber. Ist also niemand für sie verantwortlich? Wieso besitzen sie dann Autorität? Musikalisch umrahmt wird die Vernissage durch junge Studierende des Pre-College Cologne.
Herfried Münkler ist Politologe und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er lehrt an der Berliner Humboldt-Universität und ist mit vielen Studien zur politischen Ideengeschichte und zur Theorie des Krieges hervorgetreten. Nicht wenige davon sind mittlerweile Standardwerke, so etwa Machiavelli (1982), Gewalt und Ordnung (1993), Die neuen Kriege (2002) und Imperien (2005). Sein Buch Die Deutschen und ihre Mythen ist 2008 erschienen und erzielte eine außerordentlich große Resonanz bei Lesern und Presse.
Auch die erste Ausstellung von Bayer Kultur heißt Mythos und Gegenwart. Sie wird aus organisatorischen Gründen schon eine Woche vor der offiziellen Spielzeiteröffnung am Sonntag, 5. September 2010, mit einer Vernissage eröffnet. Die Schau thematisiert die künstlerische Auseinandersetzung mit antiken und christlichen Mythologien sowie Natur und Künstlermythen in der Bildenden Kunst der letzten 50 Jahre. Zur Eröffnung spricht Bazon Brock über Einübung in den Mythenblick: Mythos, Wahrheit, Gerüchte und Legenden haben keine Urheber. Ist also niemand für sie verantwortlich? Wieso besitzen sie dann Autorität? Musikalisch umrahmt wird die Vernissage durch junge Studierende des Pre-College Cologne.
Herfried Münkler ist Politologe und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er lehrt an der Berliner Humboldt-Universität und ist mit vielen Studien zur politischen Ideengeschichte und zur Theorie des Krieges hervorgetreten. Nicht wenige davon sind mittlerweile Standardwerke, so etwa Machiavelli (1982), Gewalt und Ordnung (1993), Die neuen Kriege (2002) und Imperien (2005). Sein Buch Die Deutschen und ihre Mythen ist 2008 erschienen und erzielte eine außerordentlich große Resonanz bei Lesern und Presse.
Auftakt
Der für den Bereich Musik zweifellos wichtigste Mythos steht im Zentrum des Konzertteils der Eröffnungsveranstaltung. Das Programm umkreist den antiken Orpheus-Mythos und reflektiert zugleich den Gründungsmythos der Gattung Oper in der sogenannten Florentiner Camerata an der Schwelle vom 16. zum 17. Jahrhundert. Musikgeschichtlich spannt sich der Bogen somit von Claudio Monteverdis 1607 in Mantua uraufgeführter Favola in musica Orfeo bis zu Ferdinando Gasparo Bertoni (1725-1813).
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Matthias Rexroth gilt im internationalen Opern- und Konzertleben als einer der begehrtesten Countertenöre. Er hat mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs oder Riccardo Muti und den Wiener Philharmonikern zusammengearbeitet. Zu seinen Paradepartien zählt neben vielen wichtigen Händel-Rollen auch die Titelpartie in Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice.
Werner Ehrhardt leitete von 1985 bis 2004 das weltweit renommierte Kammerorchester Concerto Köln, mit dem er auf fast allen wichtigen Podien der Welt erfolgreich konzertierte. Über 40 CD-Aufnahmen, vielfach mit wichtigen internationalen Preisen ausgezeichnet, dokumentieren seinen künstlerischen Rang. 2004 gründete er das Orchester l’arte del mondo und hat dieses Ensemble sehr schnell in die Spitzengruppe der auf Originalinstrumenten musizierenden Ensembles geführt.
l’arte del mondo gastierte in jüngster Vergangenheit u. a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Bonner Beethovenfest, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin und der Cité de la musique Paris. Der außergewöhnliche Rang dieses Ensembles wird neben den erfolgreichen CD-Einspielungen auch durch die Zusammenarbeit mit Solisten von Weltrang wie etwa Magdalena Kožená, Christine Schäfer, Thomas Zehetmair oder Xavier de Maistre eindrucksvoll belegt.
Begrüßung
Werner Wenning
Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG (bis 30.09.2010)
Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG (bis 30.09.2010)
Festvortrag
Herfried Münkler
Konzert
Alessandro Scarlatti: Arianna
Kantate für Sopran, 2 Violinen und basso continuo
Claudio Monteverdi: L’orfeo
„Io la Musica son“
Prolog der Musica
L’orfeo
„Tu se’ morta“
Lamento des Orfeo
L’Incoronazione di Poppea
„Pur ti miro, pur ti godo“
Duett Nerone/Poppea
Joseph Martin Kraus: Ouvertüre zur Tragödie Olympie
Christoph Willibald Gluck: Orfeo ed Euridice
„Ahimè, dove trascorsi“ –
„Che farò senza Euridice“
Arie des Orfeo
Tommaso Traetta: Antigone
„Ombra cara, amorosa – Io resto sempre piangere“
Arie der Antigone
Ferdinando G. Bertoni: Tancredi
„Addio, miei sospiri“
Einlagearie des Orfeo für Glucks Orfeo ed Euridice
Tommaso Traetta: Antigone
„Ah sì! mio ben“
Duett Antigone/Emone
l’arte del mondo
Ruth Ziesak, Sopran | Matthias Rexroth, Altus
Werner Ehrhardt, Dirigent
Kantate für Sopran, 2 Violinen und basso continuo
Claudio Monteverdi: L’orfeo
„Io la Musica son“
Prolog der Musica
L’orfeo
„Tu se’ morta“
Lamento des Orfeo
L’Incoronazione di Poppea
„Pur ti miro, pur ti godo“
Duett Nerone/Poppea
Joseph Martin Kraus: Ouvertüre zur Tragödie Olympie
Christoph Willibald Gluck: Orfeo ed Euridice
„Ahimè, dove trascorsi“ –
„Che farò senza Euridice“
Arie des Orfeo
Tommaso Traetta: Antigone
„Ombra cara, amorosa – Io resto sempre piangere“
Arie der Antigone
Ferdinando G. Bertoni: Tancredi
„Addio, miei sospiri“
Einlagearie des Orfeo für Glucks Orfeo ed Euridice
Tommaso Traetta: Antigone
„Ah sì! mio ben“
Duett Antigone/Emone
l’arte del mondo
Ruth Ziesak, Sopran | Matthias Rexroth, Altus
Werner Ehrhardt, Dirigent
SO 12.09 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen


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