KUNST
Eines der größten Wirtschaftsarchive

Das Gedächtnis von Bayer

Seit 1907 sammelt das Konzernarchiv von Bayer wichtige Dokumente zur Geschichte und Entwicklung des Unternehmens. Heute ist es eines der größten und ältesten Wirtschaftsarchive Deutschlands. Die Sammlung umfasst rund 5.000 Regalmeter mit Dokumenten, Fotos, Filmen und Exponaten.
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Seit einem Jahrhundert leistet Corporate History & Archives, das Konzernarchiv von Bayer, einen wichtigen Beitrag zur Unternehmenskultur. Es entstand auf Initiative des damaligen Vorstandsmitglieds Carl Duisberg und dokumentiert die Entwicklung von Bayer seit seiner Gründung im Jahr 1863. Zu den Archivbeständen zählen Unterlagen aus allen Bereichen des Konzerns – unter anderem Urkunden, Patente, Statistiken, Jahresberichte und geschäftliche Korrespondenz. Sie füllen inzwischen 40.000 Ordner. Hinzu kommen 60.000 historische Fotos, 1.500 Filme sowie eine Bibliothek, die 4.000 Titel umfasst. Darüber hinaus bewahrt das Archiv unter anderem alte Werkpläne, Plakate, Werbematerialien sowie Medaillen und Münzen mit firmenhistorischen und naturwissenschaftlichen Motiven.

Wertvolles Kulturgut

Von herausragender Bedeutung ist der Nachlass Carl Duisbergs, von 1912 bis 1925 Generaldirektor des Unternehmens. Dazu gehört unter anderem sein Briefwechsel mit Persönlichkeiten wie Ferdinand Sauerbruch, Konrad Adenauer oder Ferdinand Graf von Zeppelin. Seine bedeutenden Bestände brachten dem Archiv eine seltene Auszeichnung ein: Das Bundesinnenministerium nahm es 1980 in das „Gesamtverzeichnis national wertvollen Kulturguts und national wertvoller Archive“ auf.

Für Mitarbeiter, Medien und Wissenschaft

Das Archiv bietet Informationen zu allen Fragen der Unternehmensgeschichte. Bayer-Mitarbeiter greifen zum Beispiel für Publikationen auf Unterlagen des Archivs zurück. Bei Abteilungs- und Produktjubiläen – beispielsweise zum 100. Geburtstag des Schmerzmittels Aspirin 1999 – stellen die Unternehmenshistoriker Exponate für Ausstellungen zur Verfügung und beraten die Organisatoren. Auch bei juristischen Fragen zu Patenten, Altlasten oder zum Namensschutz werden die historischen Dokumente genutzt.

Darüber hinaus erhalten Journalisten auf Anfrage Zugang zu den Beständen. Historische Unternehmensfilme und Gegenstände kommen häufig bei Wissenschafts- und Dokumentarsendungen zum Einsatz. Auch Historikern steht das Archiv zur Verfügung, zum Beispiel für Forschungsarbeiten zur Wirtschafts-, Chemie- oder Medizingeschichte.
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Bayer-Konzernarchiv im "UNESCO Archives Portal" gelistet (Website in Englisch)
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