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Die Spielzeit 2015/16

„Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden.“ - Paul Auster -

Thomas Helfrich | Leiter Bayer KulturZoom image
Thomas Helfrich | Leiter Bayer Kultur

Kulturelles Engagement hat bei der Bayer AG eine lange Tradition. Bereits 1907 hat sich das Unternehmen dem Bereich, der heutzutage als „Corporate Cultural Responsibility“ bezeichnet wird, verschrieben. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Warum macht Bayer das? Corporate Cultural Responsibility umschreibt den freiwilligen Beitrag für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung und steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Bereich Kultur. Für die Generaldirektoren der Bayer AG stand mit dem Umzug der Hauptniederlassung von Wuppertal nach Leverkusen fest, dass nicht nur Arbeitsplätze geschaffen werden müssen, sondern das Unternehmen darüber hinaus Verantwortung für seine Mitarbeiter trägt. In diesem Fall hieß das: Es musste ebenso eine ansprechende Infrastruktur geschaffen werden. Neben Wohnungen, Straßen und einem Kaufhaus gehörte 1908 auch die Eröffnung des Erholungshauses dazu, das ursprünglich als Halle für Turn- und Sportvereine gedacht war. Da sich konzernintern aber immer mehr kulturelle Vereine bildeten – Blasorchester, Männerchor, Philharmoniker –, entschied man kurzfristig, das Haus auch für andere Bereiche zu öffnen.

Parallel wurde die Kulturabteilung – heute Bayer Kultur – mit dem Ziel gegründet, durch kulturelle Angebote die Lebensqualität der Mitarbeiter zu verbessern. Über die Jahrzehnte hinweg entwickelte die Abteilung ein eigenes Profil und richtet heute jährlich eine beachtliche Anzahl an Veranstaltungen in den Bereichen Musik, Tanz, Theater und Kunst für alle (Kultur)Interessierten aus. Angebote für Kinder und Jugendliche, theaterpädagogische Workshops, die „Klassenzimmerstücke“ sowie das Förderprogramm stART ergänzen das Programm. Und auch, wenn es dem Verständnis eines internationalen Unternehmens entspricht, nicht nur lokal-regional zu agieren, so ist das Erholungshaus doch nach wie vor ein zentraler Ort des kulturellen Geschehens.

Sie haben richtig gelesen – Erholungshaus. Wir schreiben das an dieser Stelle nicht ohne Grund. Es ist uns ein großes Anliegen, diesen Namen wieder zu etablieren. Denn schließlich umschreibt er genau das, was das Haus sein soll: ein Ort der Erholung, des Innehaltens, der Inspiration und Kreativität – aber auch des Diskurs’ und der Auseinandersetzung. Oder um es mit den Worten unseres Vorstandsvorsitzenden Marijn Dekkers auszudrücken: „Kulturelles Erleben fördert Eigenschaften, die auch im Arbeitsalltag bei Bayer bedeutsam sind: Kreativität, Interesse an Neuem und Aufgeschlossenheit gegenüber Fremdem. […] Diese Förderung sollte nicht allein unseren Mitarbeitern vorbehalten bleiben.“ Und deshalb ist Bayer auch Kultur. Uns ist es ein Anliegen, Ihnen mit dem Programm der Spielzeit 2015/16 eine große Bandbreite kulturellen Schaffens und der Auseinandersetzung damit zu bieten. Die Saison steht dieses Mal nicht unter einem speziellen Motto, trotzdem gibt es Schwerpunkte und „Leuchtturm-Projekte“: 

So widmen wir uns zum Beispiel dem Thema Bauhaus. Das große Jubiläum dieser für Architektur, Design, Kunst und Kultur so bedeutenden Richtung steht zwar erst 2019 an (100 Jahre Bauhaus), wir haben uns trotzdem entschlossen, Ihnen schon jetzt spartenübergreifende Projekte zu präsentieren, die dem Bauhaus und seinen Protagonisten eine ganz besondere Ehre erweisen. So dürfen Sie sich im TANZ auf Das Triadische Ballett freuen, von keiner geringeren Compagnie präsentiert als dem Bayerischen Staatsballett II. Und wenn man den Rezensionen glauben darf, wirkt Das Triadische Ballett in der heutigen Form noch radikaler als bei der Uraufführung 1922 …

Die erste KUNST-Ausstellung Das Bauhaus tanzt. Die Bühne als Raumapparat bietet einen Überblick über Bauhaustänze, Kunstfiguren, Bühnenmaschinen, Raumapparate und Raumgemeinschaften und bringt den Geist dieser bedeutenden Richtung an den Rhein. Begeben Sie sich von September bis Anfang Januar unbedingt auf eine Entdeckungsreise durch die ausgestellten Werke! 

Und auch im THEATER setzen sich die Bauhaus-Spuren fort. 1923 fertigten Bauhaus-Schüler unter der Leitung von Oskar Schlemmer Marionetten an, die aber nie auf der Bühne zum Einsatz kamen. Warum dies so ist und weshalb das Anhaltische Theater Dessau Nachbauten der Marionetten entwickelt hat, erfahren Sie in unserer Broschüre auf S. 73 und im November auch „live on stage“ bei uns!

In der MUSIK zahlen wir zwar nicht auf das Thema Bauhaus ein, bringen Ihnen aber zahlreiche Klassiker näher: Durch alle Reihen hindurch ziehen sich bekannte Werke großer Komponisten. Da wären Die Rheinische Sinfonie von Robert Schumann, Bedrich Smetanas Moldau – in der Kammermusik von keinem Geringeren präsentiert als dem renommierten Harfenisten Xavier de Maistre – oder Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen. Letztere interpretiert von Lars Vogt, einem der führenden Pianisten unserer Zeit. Darüber hinaus dürfen Sie sich mit Tamar Beraia (neue stART-Künstlerin), Herbert Schuch und Andrei Korobeinikov auf einen vielversprechenden Klavierzyklus freuen. 

Sie vermissen die OPER? Dazu besteht kein Anlass! Wir haben uns zwar entschieden, diese nicht als eigene Sparte weiterzuführen, komplett aus dem Programm sind Musiktheater und Pasticcio aber nicht genommen worden: Sie finden diese unter MUSIK.

Liebes Publikum, die anstehende Spielzeit verläuft größtenteils in gewohnter Weise. Hinter den Kulissen denken wir momentan aber auch über neue Formate und eine etwas andere Ausrichtung der  Kulturarbeit nach. Wir möchten hier und da neue Wege gehen, mehr Mitmachen! für Groß und Klein integrieren, vielleicht sogar eigene Festivals ins Leben rufen, das stART-Programm auf neue Beine stellen. Denn wie wusste bereits der Schriftsteller Jean Paul (1763–1825) zu berichten: „Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.“ Auch das sollte kulturelles Engagement ermöglichen – neue Wege ästhetischer Bildung zu finden. Das Erholungshaus als Ort der Begegnung, des Spiels, der Kunst, der Kommunikation und Kultur sowie die Kulturarbeit von Bayer sollten dabei unbedingt eine Rolle spielen. Wir halten Sie auf unserer Website und bald auch auf einem eigenen Blog über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden. Doch vorerst wünschen wir Ihnen viel Vergnügen und kreative Momente bei unserer Spielzeit 2015/16!

Ihr

Team von Bayer Kultur

Kartenbüro Bayer Kultur


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