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Vorwort

Unser Kulturhaus wird hundert

Michael Schade, Leiter Unternehmenskommunikation der Bayer AG
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Michael Schade, Leiter Unternehmenskommunikation der Bayer AG
"Die Erholung", so nannte sich die Zeitschrift für die Mitglieder des Erholungshauses und der Vereine der Farbenfabriken Bayer im Jahre 1908. Denn nur wenigen dürfte bekannt sein, dass dieses Gebäude am Anfang sowohl der geistigen als auch der körperlichen "Erholung" diente. Im historischen Klappentext dieses Spielplans wird deutlich, welche Entwicklung diese Stätte genommen und welche Bedeutung sie erlangt hat. Der Bayer-Sport suchte sich schon früh eigene, passendere Anlagen. Theater, Musik, Tanz und Kunst besetzten dann im wahrsten Sinn des Wortes alle Räume. Mehr noch: Die Kultur durchbrach die Mauern des Erholungshauses - so, wie es der Leverkusener Künstler RolfWetter in seiner wunderbaren Zeichnung von 1997 bildhaft umgesetzt hat.

Das hundertjährige Jubiläum des Bayer- Erholungshauses folgt auf die hundertste Spielzeit der Kulturabteilung und passt damit bestens in den Rahmen von "Ein Jahrhundert Bayer.Kultur". An der Geschichte des Hauses wird deutlich, wie nachhaltig die Bayer-Kulturarbeit die Entwicklung des Konzerns begleitet und darüber hinaus auch nicht unwesentlich zum späteren Stadtprofil von Leverkusen beigetragen hat. Trotz seiner ehrwürdigen hundert Jahre ist das Erholungshaus der Ort, an dem das Zeitgenössische, das Heutige erlebbar wird - dank der kreativen Spielplangestaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kulturabteilung sowie der professionellen Arbeit der Techniker des Hauses. Es ist mir ein großes Anliegen, allen Beteiligten dafür im Namen von Bayer herzlich zu danken.

Ein ganz besonderer Dank gilt Nikolas Kerkenrath, der mit diesem neuen Spielplan nach 22 Jahren überaus erfolgreichen Schaffens als Leiter der Bayer Kulturabteilung in Pension geht.

Ich begrüße es sehr, dass unsere Kulturarbeit dem Wandel der Gesellschaft Rechnung trägt und hier ein ganz besonderes Augenmerk auf die Jugend richtet. Wer einmal dabei sein konnte, wie mehrere hundert Kinder und Jugendliche "das Haus stürmen", um Theater oder klassische Musik zu erleben, der spürt, dass hier ein richtiger Weg eingeschlagen wurde.

Die musische Bildung junger Menschen gehört heute mehr denn je zu den herausragenden gesellschaftlichen Aufgaben. Das haben die Verantwortlichen der Kulturabteilung frühzeitig erkannt und gefördert: Der jahrelange Dialog mit den Schulen gehört zu den wichtigen Pfeilern unserer Kulturarbeit.

Die Förderung junger Menschen ist überhaupt seit vielen Jahren integrierter Bestandteil der Unternehmenspolitik von Bayer und gehört zu den vorrangigen Zielen im Rahmen des sozialen Engagements. Erinnert sei nur an die Kooperation mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), in der weltweit Jugendprojekte unterstütztwerden - unter anderem ein jährlicher Kinder- Malwettbewerb, an dem sich inzwischen mehr als 15.000 Jugendliche aus über 100 Ländern beteiligen, um ihre Ansichten und Sorgen zu aktuellen Problemen in bunten Bildern zu übermitteln. Mehrere dieser Ausstellungen waren auch im Erholungshaus zu sehen.

Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen mit der Stiftung "Bayer Science & Education Foundation" Schulen im Umfeld unserer deutschen Standorte, um die Motivation der Schüler zu erhöhen und damit die Chancen für die Generationen von morgen zu verbessern. Mit dieser Kombination von Kultur und Bildung für junge Menschen folgen wir zum einen unserem historischen Credo "Kulturarbeit ist Bildungsarbeit"; zum anderen stellen wir mit unserer Nachwuchsförderung die Weichen für die Zukunft.

Das Kulturhaus von Bayer - das Erholungshaus - feiert am 13. September 2008, auf den Tag genau, seinen 100. Geburtstag. Die Arbeit der Kulturabteilung und der vielen kulturellen Ensembles haben ihm ein Profil gegeben, das in seiner Art einzigartig ist und das - Jahr für Jahr - in der ganzen Region von einem großen, begeisterten Publikum aller Generationen geschätzt wird.

Auch für die Zukunftwünsche ich der Kulturarbeit im Erholungshaus stets den verdienten Applaus.

Michael Schade
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