Vorstellung der Bayer Kultur Spielzeit 2009/10
Kunst und Macht
Mit einer besonderen Spielzeit startet die Bayer Kultur in ein zweites Kulturjahrhundert. Zwei Uraufführungen und drei deutsche Erstaufführungen werden die Saison 2009/10 prägen.
In dem erstmals unter der Federführung von Dr. Volker Mattern entwickelten inhaltlichen Konzept steht die Ausrichtung auf ein gesellschaftliches oder kunstphilosophisches Thema im Fokus. Das Motto für die kommende Spielzeit lautet „Kunst und Macht“. „Mit dieser inhaltlichen Ausrichtung wollen wir die vielfältigen Umstände beleuchten, unter denen Kunst in allen Epochen entstand und entsteht“, so Volker Mattern. „Künstler und Kunst-Strömungen standen oft im Spannungsfeld zu Politik und Gesellschaft. Kunst leistete Widerstand, diente den Mächtigen oder schuf Flucht-Räume. Ausgang für unser Konzept war in der Musik die Mendelssohn-Rezeption zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Bayer Kultur bietet die einmalige Gelegenheit, ein solches Konzept in den vier Sparten Schauspiel, Tanz, Musik und Kunst durchzudenken“, so Mattern weiter.
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Auch die Kulturachse Leverkusen-Berlin wird durch die Zusammenarbeit mit renommierten Partnern in der Hauptstadt ausgebaut. Von der engen Kooperation mit Institutionen wie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, dem Renaissance-Theater, der roc berlin (Rundfunk Orchester und Chöre GmbH), dem Haus der Kulturen der Welt und dem Martin-Gropius-Bau sollen kulturelle Impulse in beide Richtungen ausgehen. Darüber hinaus wird die Kulisse, das beliebte Theater-Bistro des Erholungshauses in Leverkusen, in die kulturellen Aktivitäten einbezogen. Mit der Veranstaltungsreihe „In der Kulisse“ finden in Zukunft Lesungen, Jazzkonzerte und eine Talk-Reihe mit Stars des Bayer Kulturprogramms statt. Das Thema „Kunst und Macht“ wird außerdem zentraler Inhalt von vier Ausstellungsprojekten sein, mit denen die Bayer Kultur zur Visualisierung des Mottos beitragen will. Gezeigt wird eine Ausstellung mit Fotografien von Andreas Feininger, der maßgeblich die Sicht auf die Fotografie des 20. Jahrhunderts prägt. Die Schau „Die sich die Freiheit nahmen – Schriftsteller im Exil“ portraitiert Literaten im Konflikt mit der Politik. „Meisterliche Grafik verbotener Künstler“ zeigt Werke von Künstlern, die im Dritten Reich verfolgt wurden. Den Abschluss bildet im Rahmen von stART / Kunsthochschulen zu Gast eine Ausstellung der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle. Bis zum Ende der Saison finden Sie den neuen Spielplan und den Neuauftritt von Bayer Kultur auch unter kultur.bayer.de.

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